Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 33. (1980)

HAUPT, Herbert: Kultur- und kunstgeschichtliche Nachrichten vom Wiener Hofe Erzherzog Leopold Wilhelms in den Jahren 1646–1654

352 Herbert Haupt 32 No. 209. 33 No. 248. 34 No. 255. 35 No. 257. justificirt- und gefertigten außzug . . . abgefüert fl. 165. - HZB 248 fol. 95 v—96 r Thomas Moser21), hofftischler alhier, hat umb verrichte tischler arbeit . . . erhalten fl. 265. - HZB 248 fol. 97 r Herr Jacob von Ostayen22), khay. cammer perlheffter, habe ich wegen zwey vor . . . Sigmundt Miutini weichbischoffen in Ollmüz dargebnen von Silber und goldt gestikhten infflen . . . entricht fl. 111. - HZB 248 fol. 109 r Thomaßen Moser, khay. hofftischler, habe ich wegen der durch ihme in der erzherzoglichen khunst cammer23) verichten arbeith dreisig gulden reinisch auf gschäfft herrn Christian Wasserfaß bericht . . . fl. 30 .-HZB 248 fol. 112 r Herr Amoldt Schänternel hoff-jubelier alhier, hat wegen eines vor ihr hochw. unnd gd. herrn Sigmundt Miutini weichbischoffen zu Ollmüz etc. dargebnen bischoffsstab . . . empfangen fl. 310 kr. 30. - HZB 248 fol. 112 r-113 r 36 No. 12. 37 No. 94. 38 No. 95. 1651 Lauth gschäfft . . . seint die herrn Martin Rascher24) mallern, wegen eines gemachten contrafeth deß hl. Leopoldi gnedig verwilligten funffzechen gulden . . . abgefierth worden fl. 15. — HZB 249 fol. 23 r Cammerdienner unnd zuegethane persohnen: Herrn Christian Was­serfaß, schazmaistern, bezahlte ich an seiner aniezo järlich habenden vierhundert gulden, drey quarthals gebür ... fl. 300. - HZB 249 fol 51 r—51 v Cammerdienner unnd zuegethane persohnen: Dann so wurde herr Joseph Rudolph Spieß25) denn sibenzehenten April diß hintstehenten chen Kammer- beziehungsweise Hofdrechslers. Vgl. Haupt Einleitung XVIII und nn. 432 und 780. 21) Der Meister ist neben der vorliegenden Erwähnung bis jetzt nur noch einmal nachweisbar: Er lieferte 1638 mit dem Titel eines Hoftischlers einen Kasten für die kaiserliche Schatzkammer und verfertigte für ein Bildnis des verstorbenen Kaisers Ferdinand II. einen Sockel aus Ebenholz. Vgl. Schwaighofer re. 88. 22) Der aus den Niederlanden stammende Perlhefter ist in Wien erstmals 1644 nachweisbar. Er ehelichte am 23. November dieses Jahres in St. Stephan die Barbara Krätschmayer, wobei als Beruf des Bräutigams der eines kaiserlichen Kammerperlhef­ters angegeben wird. Ostayen findet sich in der Folge häufig in den Akten der Hoffi­nanz und in den Hofzahlamtsbüchern der Zeit mit zum Teil hohen Beträgen für die Lieferung von Galakleidem, Prunkgewändern und dgl. mehr. Der Meister starb am 10. Jänner 1666 im Alter von 60 Jahren im Alternder Hof am Alten Fleischmarkt in Wien. Vgl. Hajdecki passim, bes. re. 6692; Haupt Einleitung X und dann passim; Albrecht II g Urkundliches von Meistern der Textilgewerbe in Österreich, in Berichte und Mitteilungen des Alterthums-Vereines zu Wien 24 (1887) 144—145; Pillich re. 22; Schwaighofer re. 225 und dann passim; Thieme-Becker 26 76 (zu ergänzen). 23) Wo sich die Kunstkammer des Erzherzogs in Wien befunden hat, konnte nicht eruiert werden. Die Ansicht Lhotskys, sie könnte in einem jener Räume in der Burg untergebracht gewesen sein, die dem Erzherzog für die Zeit seiner Abwesenheit Vorbe­halten worden sind, scheint noch immer am wahrscheinlichsten; vgl. Lhothsky 357. 24) Der Maler ist in der Literatur unbekannt. Die vorliegende Erwähnung scheint bis jetzt die erste Nachricht über den Meister zu sein. 25) Über ihn ist so gut wie nichts bekannt. Joseph Rudolph Spieß ist 1647 als hofbe­soldeter Maler Erzherzog Leopold Wilhelms nachzuweisen und begleitete seinen Herrn im gleichen Jahr in die Niederlande. Dort scheint er von der übermächtigen Konkur­

Next

/
Oldalképek
Tartalom