Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 30. (1977)

Rezensionen

482 Literaturberichte sind zu diesem Werk zu beglückwünschen. Dem Erscheinen der weiteren Bände sehen wir mit hohen Erwartungen entgegen. Winfried Stelzer (Wien) Südosteuropa-Bibliographie. Hg. vom Südosteuropa-Institut München. Redak­tion: Gertrud Krallert-Sattler. Band 5 (1966—1970) Teil 2: Albanien, Bulgarien, Jugoslawien. R. Oldenbourg Verlag, München 1976. 796 S. Bereits in früheren Folgen der MÖStA (12 [1959] 51 f, 17/18 [1965] 751, 24 [1971] 570, 27 [1974] 463) wurde auf diese bibliographische Serie hingewiesen. Auch über Aufbau und Zweck der Publikation sowie über die reichen Möglichkeiten ihrer Verwendung wurde ausführlich berichtet. Der neueste Teilband bringt eine Zusammenstellung des Schrifttums über die Territorien Albanien, Bulgarien und Jugoslawien für den Zeitraum von 1966 bis 1970. Gerade in letzter Zeit, im Hinblick auf das stets wachsende Interesse der Forschung an den historischen Problemen des Balkan, erweist sich diese Bibliographie für den Fachmann als unent­behrliche Hilfe. Clemens Höslinger (Wien) Karl Heinz Burmeister Die Gemeindewappen von Vorarlberg. Jan Thor­becke Verlag, Sigmaringen 1975. 234 S., 99 farbige Wappenabb., 1 Karte. Das österreichische kommunale Wappenwesen, ursprünglich bei Städten gewohnheitsrechtlich aufgekommen und dann oft durch Wappenbriefe des Monarchen bestätigt, im vorigen Jahrhundert von dem für heraldische Belange zuständigen Adelsdepartement des Innenministeriums meist von einem engherzig bürokratischen Gesichtspunkt aus behandelt und im Prin­zip auf Städte und Märkte beschränkt, hat unter der Republik, da es nun verfassungsgemäß in die Kompetenz der daran natürlich mehr inter­essierten Länder fällt, vielfach einen großen Aufschwung genommen. Spe­ziell in Vorarlberg wurden, nachdem Ende 1926 eine entsprechende lan­desgesetzliche Regelung getroffen war, nicht nur alle vorher verliehenen Ortswappen bestätigt, sondern in den folgenden Jahren auch zahlreiche Neuverleihungen vorgenommen, sodaß bis 1938 die Hälfte der Gemeinden des Landes über eigene Wappen verfügte. Im Gemeindegesetz von 1965 wurde schließlich die Führung eines Gemeindewappens für obligatorisch erklärt und eine Frist von fünf Jahren für die entsprechenden Verlei­hungen an die Gemeinden ohne Wappen festgesetzt. Infolge dieser unge­wöhnlich kategorischen Regelung ist Vorarlberg seit Ende 1970 das erste Bundesland, in dem sämtliche Gemeinden ordnungsgemäß verbriefte Wappen führen. Da somit die Entwicklung des kommunalen Wappen­wesens im Lande voraussichtlich abgeschlossen ist, war für Vorarlberg die Möglichkeit einer vollständigen Publikation aller Ortswappen gege­ben, die hier vom Leiter des Vorarlberger Landesarchivs vorgelegt wird. Das Werk enthält einleitend eine Darstellung der geschichtlichen Ent­wicklung des Gemeindewappenwesens des Landes, eine kurze Einführung

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