Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 29. (1976)
Zur publizistischen Auswertung des österreichisch-jugoslawischen Archivabkommens. Eine Erklärung der Generaldirektion des Österreichischen Staatsarchivs
502 Literaturberichte Ein fünftes und letztes Kapitel ist dem Archivbenützer zugeeignet; ihm soll im Rahmen dieser Einführung sozusagen für seine Archivforschungen eine Starthilfe gegeben werden, indem er mit Benützungsbedingungen, Benützungsgrenzen und Beschränkungen, die natürlich von Archiv zu Archiv verschieden sein können, einigermaßen vertraut gemacht wird. Es versteht sich von selbst, daß diese Einführung zunächst für den Studierenden konzipiert wurde, doch ist die in dieser Form dargebotene Zusammenfassung des Fachgebietes Archivwissenschaft auch für den Forscher und für den Archivar ein informatives, übersichtlich angelegtes, mit bibliographischen Hinweisen angereichertes Nachschlagewerk, dessen Nützlichkeit allgemeine Anerkennung finden wird. Richard Blaas (Wien) Archive im deutschsprachigen Raum (Minerva-Handbücher, Archive). 2. Aufl., 2 Bände A—N, O—Z und Register. Walter de Gruyter, Berlin—New York 1974. XV, 736 S.; S. 737—1418. Man hat die vorliegenden Bände ein Standardwerk für den Rest des 20. Jahrhunderts genannt (vgl. Archivalische Zeitschrift 71 [1975] 90). Dem ist an sich beizustimmen. Zu sehr war eine Neubearbeitung der ersten von P. Wentzcke und G. Lüdtke bearbeiteten Auflage von 1932 fällig. Schon die Veränderungen der staatlichen Grenzen und die Folgen der Kriegsereignisse drängten in diese Richtung. Wie es aber das Schicksal solcher Handbücher ist, sind sie in manchem schon bei ihrem Erscheinen veraltet. Der Redaktionsschluß, dem über zwei Jahrzehnte sich hinziehende Vorarbeiten vorausgingen, liegt etwa bei 1970. Sind die ausgeschickten Fragebögen noch so durchdacht, sie lassen sich schwer auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Über 8000 Archive aus der Bundesrepublik, der DDR, der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Luxemburg wurden aufgenommen, ein Viertel davon ausführlicher beschrieben. Leider geschieht dies in einer rein alphabetischen Folge, was die Anlage umfangreicher Register notwendig macht. Diese enthalten dafür manches, was sich im Haupttext nicht findet, sind überdies für Österreich nicht in allem zutreffend. Eine Anordnung nach den staatlichen Bereichen wäre jedenfalls besser gewesen, wie es auch die erste Auflage, die über den deutschsprachigen Raum hinausgriff, getan hat. Trotz allem: die eingangs erwähnte Charakterisierung als Standardwerk bleibt bestehen, der Geschichtsforscher und der Archivar werden oft danach greifen müssen. Der Preis dürfte allerdings nicht nur Private, sondern auch öffentliche Institute abschrecken. Walter Goldinger (Wien) Medien und Archive. Beiträge zur Rolle moderner Archive in Information und Dokumentation. Hg. von Gerhard Mantwill. Verlag Dokumentation, Pullach bei München 1974. 348 S. Die vorliegende Veröffentlichung verfolgt zwei Ziele. Sie ist als Festschrift dem langjährigen Leiter des Referates Pressedokumentation und