Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 26. (1973)

NECK, Rudolf: Sammelreferat. Zeitgeschichte

Rezensionen 485 turen, die nach dem Abschluß der Neuaufstellung nur mehr zum Teil zu­treffend sein werden. Vollständigkeit wurde bei Massenakten der Neuzeit — namentlich Herrschaftsprotokollen und Kammerrechnungen — nicht angestrebt, da das Ergebnis in keinem Verhältnis zum Zeitaufwand ge­standen wäre; eine Übersicht der bearbeiteten Bestände findet sich in Band B VIII 1, S. VIII bis XII. Es konnte — wie bei der unmittelbaren Nachbarschaft des Stiftes zu Linz zu erwarten war — die stattliche Zahl von 1371 Regesten zusammengestellt werden, wobei zu erwähnen ist, daß zusammengehörende Materien in Sammelregesten mit Subnummern zu­sammengefaßt wurden (z. B. n. 1149, Band B VIII 2, S. 152—164, betref­fend Akten zum Linzer Lyceum bzw. Gymnasium aus den Jahren 1805 bis 1875). Band B VIII 1 enthält die Regesten nn. 1 bis 668 aus den Jahren ca. 1121 bis 1699, Band B VIII 2 nn. 669 bis 1322 aus den Jahren 1700 bis 1933 und nur nach dem Tagesdatum festlegbare Regesten aus dem Nekro- logium des Stiftes (nn. 1323 bis 1371). Der Inhalt weist eine große Man­nigfaltigkeit auf, besonders hervorzuheben wäre die Fülle der personal- und besitzgeschichtlichen Daten und Angaben über Wirtschaftsbeziehun­gen, über die Wilheringer bzw. Engelhartszeller Freihäuser in Linz, über ständische und religiöse Angelegenheiten. Die Herausgabe eines Registers in einem dritten Band dieser Reihe ist vorgesehen. Die Abfassung der Re­gestentexte läßt keinen Wunsch offen, auch Lese- oder Setzfehler lassen sich trotz des disparaten Materials kaum feststellen (etwa n. 67, S. 20 Jahreszahl „1494“ statt „1464“, n. 304, S. 93 „Wulpach“ statt Mulpach, n. 435, S. 144 „Krentzwießer“ — „Kreuzwisergut“). Reihe E 1 h, i, k: Als abschließende Fortsetzung der handschriftlichen Quellen über die Linzer Klöster (Reihe E 1) werden drei Regestenbände vorgelegt. Hinsicht­lich der Karmeliten- und Karmelitinnenniederlassungen machte das Be­kanntwerden umfangreichen Materials, das über die in den Bänden E 1 c—e erfaßten Hauschroniken hinausgeht, eine ergänzende Neubear­beitung erforderlich. Der Zusammenhalt mit den früheren Bänden ist durch konkordanzartige Anführung der in diesen Bänden gegebenen Re­gestennummern bei den den gleichen Gegenstand behandelnden Regesten der jetzt vorliegenden Edition gegeben. Eine Einleitung des Hg.s und der Redaktion sowie eine Übersicht über den Inhalt der neu aufgefundenen „Archivtruhe“ gewähren Einblick in die Methode der Neubearbeitung und die ihr zugrunde liegenden Quellen. Band E 1 h enthält, in sechs Abschnit­te gegliedert, die Regesten nn. 4811 bis 5581 für die Jahre 1636 bis 1750, Band E 1 i auf den Seiten 1—171 nn. 5582 bis 6044 für die Jahre 1751 bis 1855. Inhaltlich werden — entsprechend der Quellenlage — die für die Geschichte beider Klöster wichtigen Nachrichten von der Gründung (Män­nerkloster 1671/74, Frauenkloster 1703/10) bis zur Mitte des 19. Jahrhun­derts geboten. Besonders hervorzuheben wären die Daten über die perso­nelle und wirtschaftliche Entwicklung der klösterlichen Gemeinschaften, namentlich die Besitzentwicklung und Baugeschichte, die Auseinanderset­zungen mit den Landesbehörden bzw. dem Linzer Magistrat und die reli­giösen Aspekte (Stiftungen, Seelsorge, Gottesdienst). Dank der sorgfälti­gen Bearbeitung hält sich die Zahl der feststellbaren Fehler in engen

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