Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 26. (1973)
NECK, Rudolf: Sammelreferat. Zeitgeschichte
486 Literaturberichte Grenzen: „Guttenhof“ — „Guttendorf“ (n. 4825, E 1 h, S. 7), .. stehlen Obst (,omnes caules et lactucas') und andere Gartenfrüchte (n. 5461, E 1 h, S. 196), „ihre 72.000 fl. werte Monstranze“ (n. 6088, E 1 i, S. 191). Die Auswertung der Hauschronik des Linzer Elisabethinenklosters ergab die Regesten nn. 6046 bis 6119 (Band E 1 i, S. 177—205) für den Zeitraum von 1738 bis 1850; beginnend mit der Gründung durch Ernestine von Sternegg (1744) werden die bedeutsamen Ereignisse in der Entwicklung der Gemeinschaft dargeboten, wobei neben der Personal-, Besitzung Baugeschichte besonders der Einsatz in der Krankenbetreuung hervorzuheben wäre. Im Druckfehlerverzeichnis nicht ausgewiesen sind: Jahreszahl 1750 statt 1850 (S. 173), „Elidabethinen“ (n. 6048, S. 177). Die Datierung der einzelnen Regesten kann entsprechend dem Charakter der Quelle häufig nur mit Jahresangabe vorgenommen werden. Aus der Hauschronik des Klosters der Barmherzigen Brüder in Linz entnommen sind die Regesten nn. 6120 bis 6431 für den Zeitraum von 1756 bis 1850 (Band E 1 k, S. 1—94). Auch hier ist die Entwicklung der Niederlassung seit der Gründung (1756) in personeller, wirtschaftlicher und baulicher Beziehung dokumentiert, besonderes Interesse kommt der Finanzierung durch Stiftungen und Sammeltätigkeit und dem Ausbau des Spitals aus bescheidenen Anfängen zu respektabler Größe zu. Neben dem Sach- und Namenweiser für alle drei und Berichtigungen und Nachträgen für die ersten beiden Bände enthält dieser Band auch alphabetische Namenslisten der in den drei Bänden vorkommenden Ordensangehörigen (bei den Karmeliten und Karmelitinnen auch für die Bände E 1 c—e): Provinziale der Karmeliten S. 97 f, Karmeliten S. 99—132, Barmherzige Brüder S. 133—136, Karmelitinnen S. 137—140, Elisabethinen S. 141. Reihe Kataloge 1, 2: In der als Anhang zum Regestenwerk vorgesehenen zwanglosen Reihe von Quellenpublikationen zur Geschichte von Linz wird ein Abdruck des Katalogs der Linzer Kapuzinerbibliothek aus dem Jahre 1731 — mit Einfügung von Neuerwerbungen bis ca. 1800 — in zwei Bänden vorgelegt. Ein weiterer Band ist für Nachträge und Register vorgesehen. Diese älteste erhaltene Linzer Klosterbibliothek, deren Bücherbestand aus der Zeit vor 1800 dem Linzer Stadtmuseum im Jahre 1961 in Verwahrung gegeben wurde, wird in dieser Form als eindrucksvoller Zeuge des geistigen Lebens in der Zeit der Gegenreformation und des Barock vorgestellt. Die ursprünglich als Arbeitsgrundlage für die Ordnung und eine Bestandsübersicht durchgeführte Transskription konnte erst später aufgetauchte Kataloge aus den Jahren 1679 und 1726 bei der Edition nicht mehr berücksichtigen. Ein eingehendes Vorwort (S. I—XI) unterrichtet über die Beschaffenheit der Handschrift, die Gliederung und die bei der Edition angewandten Grundsätze. Der Bücherbestand (Teil 1 Rubriken A—G, Teil 2 Rubriken H—Z, mit je etwa 250 Seiten) umfaßt 5086 Werke mit — heute — 9536 Bänden. Otto Friedrich Winter (Wien) Elisabeth Kovács, Geheime Notizen des Joseph Columbus 1843—1848. (Wiener Beiträge zur Theologie 39.) Wiener Dom-Verlag, Wien 1971. 165 S.