Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 26. (1973)

NECK, Rudolf: Sammelreferat. Zeitgeschichte

Rezensionen 477 Kartenschema von M., das einen Überblick des salzburgischen Lehenbe­reiches in Kärnten geben soll (S. 469), sowie weitere Berichtigungen zum Orts- und Namenregister von Moro sollen dem Benützer ein rasches Orientieren erleichtern. Zu bedauern ist das Fehlen eines Gesamtregisters, es wäre aufgrund des Schicksals dieser Quellenedition unbedingt not­wendig und nützlich gewesen! L. und M. haben die Urkundenbücher und Regestenwerke benützt. Prinzipiell sei vermerkt, daß die Vorlagen zu den Kopien im steiermärki­schen Landesarchiv im Haus-, Hof- und Staatsarchiv auszuheben sind. Die Kärntner Geschichtsquellen liegen nur bis 1414 vor. Trotzdem sind zum 10. Band der Monumenta historica ducatus Carinthiae Nachträge zu brin­gen, die auch als Ergänzung der Kärntner Lehen anzusehen sind: Niklas von Stall sendet zugunsten des Hans Grewlich einen Acker zu Stall auf (HHStA Wien, 1408 Januar 17; die folgenden Urk. ebendort); Erzbischof Eberhard III. belehnt die Kinder des Jörg von Stall mit einem Zehent zu Kör, dem Gut auf der Eben, dem Gut zu Stall und zu Slussen (1410 Okto­ber 21); 1410 verzichtete Margareth, die Witwe Jörgens von Stall, auf einen Garten in Stall zugunsten des Reinholt aus der Gesintz; Rudel von Stall sendet für Paul Ecker das Gut zu Stein auf (1411 März 16, Ergän­zung zur Farn. Ecker n. 57). Das Gut steht als Gut Steinwandt in der späteren Belehnungsurkunde! Eberhard III. belehnt die Kinder des Jörg von Stall mit einem Gut zu Lazzendorf, einem Zehent am Tor, je einem Gut zu Stall und an der Vellach (1411 August 17); 1413 sendet Niklas von Stall ein Gut in der Eben und eine Wiese ob der Stainprucken dem Niklas auf der Gosnitz auf (Erg. zu n. 98 S. 115, vgl. dort die n. 1); Niklas Staller verkauft eine Schwaige auf der Eben ob Lassendorf dem Niklas von Weißpriach (1419 November 14); derselbe übergibt Stefan Weger, Landrichter zu Kirchheim, ein Gut zu Swensen, zwei Joch Äcker am Geyger und einen Zehent, die er zu Lehen hatte (1421 Juli 13, Erg. zu Weger n. 290 S. 260); diese Items entsprechen der Reihenfolge der Güter im Lehenbuch von Eberhard IV.! Die Urkunden nennen den Vorbesitzer. Ergänzungen dieser Art sind für Mittel- und Unterkärnten sofort möglich. Diese Angaben stützen sich auf Abschriften der Repertorien des HHStA Wien; es ist jedoch bekannt, daß der Salzburger Urkundenbestand um­fänglicher ist, weil diese Repertorien nicht alle 1806 nach Wien gebrachten Urkunden enthalten. Nun einige Ergänzungen zu den Ritterlehen. So fehlt der Lehensrevers des Königs Maximilian anläßlich der Belehnung mit den Görzer Lehen (1504 August 15). Aber auch der Adel scheint nicht immer berücksichtigt worden zu sein: Jörg Reisperger verkaufte eine Wiese in der Gälgenannt Wurmpach dem Lienhard Wurmpacher (1421 April 17); Wilhelm Reisper­ger kaufte von Wolfhart Dorner einen Zweidrittelzehent am Forst und zu Wytre sowie eine Hube zu Bäm (1425 Oktober 27, Erg. zu Reisperg n. 233 S. 218. Der Zehent wird unter n. 2 im späteren Lehensakt ange­führt). Zu den Preuschem (n. 18 S. 59): Reverse wegen der Pflege Alt­hofen (1463 Dezember 12), wegen der auf Lebenszeit verliehenen Burg Geiersberg in Friesach (1470 November 3) sowie wegen der Zehente zu Irrnfritzdorf (1471 September 17). Bei den Weißpriachern fehlen folgende

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