Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 26. (1973)
WACHA, Georg: Die Korrespondenz des Kremsmünsterer Abtes Alexander a Lacu mit den bayerischen Herzogen
Alexander a Lacu 201 von einem gutten Freundt zu erhandlen, die eur f. D. neben diesem weissen Paßgeher ich hiermitt ubersende, gehorsambist bittundt, inen solche schlechte Sachen nitt verschmachten zu lassen, des langen Verzugs einichen ungenedigisten Vertruß zu haben, mein genedigister Fursst und Herr zu sein und zu bleiben, mitt mir genedigist zu schaffen und zu gepietten. Hiermit eur f. D. Gottes gene- digen Schuz gehorsambist bevelhent. Linz, den 18. Aprilis 1603. Vermerk: Abbte zu Crembsmunster uberschickht Rohr, Pferdt und Hund. Original, zwei Blatt (3) 1603 April 27, München Herzog Maximilian von Bayern an Abt Alexander a Lacu (Ursprüngliche Fassung) Unnsern Grues zuvor, Würdiger in Gott, besonder Lieber! Wür haben eur Schreiben mitsambt den uberschickhten Püchsen Rhorn unnd Pferdten, welche wir gleichwol jeziger Zeit an euch nit begert haben, wol empfangen unnd thuen unns zwar der bisheero gegen unns erzaigten Guetwilligkhait mit G. bedanck- hen, dieweil wir unns aber erinnern, daß ir unns berait zue etlichmalen mit Pferdten verehret, dagegen wir aber euch hinwiderumb zu gratificirn nit Gele- genhait gehabt, also ersuechen wir euch hiemit g., ir wollet hierin sowol den Uncossten alls unns selber bis zue begebender Gelegenhait, da wir euch in gleichem oder anderm begegnen mögen, hinfürter verschonen. Was aber des österreichischen Landtags Proposition belangen thuet, bedank- hen wir unns gleichfals der Communication mit G. und wollen desselben verrem Verlauffs von euch avisiert zu werden gleichfals erwarten. Die Astorischen überschickhten Schreiben betr. lassen wir euch dieselben hiemit widerumb zuekhomen unnd hette zwar solcher Überschickhung wie auch eurer Entschuldigung gar nit bedörfft, wie wir dann auch die überigen Schreiben zu ersehen im wenigsten nit begern, dieweil wir disfals ainichen Argwohn oder ungleichen Gedanckhen von eur Person niemals gehabt haben, dessen ir unns gewißlich getrauen und euch andere Gedanckhen nit machen sollet. Daß ir dann verrers zu wissen begert, mit weme aus den Unnserigen ir vorthin Correspondenz halten sollet, stellen wir euchs frey haimb, wer euch der vertrauteste sey, deme möget ir auf alle fürfallendte Gelegenhait zueschreiben, soll euch darauf jedesmals, da es vonnotten, Antwordt ervolgen, sonsten hielten wir g. darfür, da was fürfällt, so unns zue wissen vonnötten, ir sollet die Schreiben nur an unns selbs dirigim, soll euch nit weniger schrifftliche Antwordt gegeben werden. Dem Crivelli haben wir der andern Sachen halb alberait die Notturfft euch zue schreiben Bevelch geben, darauf wir unns Khürze halben wollen gelendt haben. Was ir aber weitter in eurem Schreiben vermeldet, ir habt unnserm obr. Canzler etliche zum Bayrischen Historiwerckh dienstliche Antiquiteten zuegesen- det, werden wir von ime gehorsamist berichtet, daß ime noch dato dessen nichts nit zuekhommen, welches wir euch dannoch umb Nachrichtung willen nit bergen wollen unnd bleiben euch beinebens mit G. unnd allem Guetten vorders wol ge- naigt. (Abgeänderte Fassung) Unnsern Grues zuvor, Würdiger in Gott, besonder Lieber! Wür haben eur Schreiben mitsambt den uberschickhten Rhorn unnd Pferdten wol empfangen unnd thuen unns zwar der bisheero gegen unns so offtmal erzaigten Guetwillig-