Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 21. (1968)

ZAUNER, Alois: Die Pfarrarchive Oberösterreichs

LITERATURBERICHTE REZENSIONEN Bibliographie, Quellenwerke österreichische Historische Bibliographie / Austrian Historical Bibliography, 1965. Unter Mitwirkung von Rudolf G. Ardelt und Günther Hödl bearb. v. Herbert Paulhart. Hg. v. Eric H. Boehm und Fritz Fellner. Clio Press, Santa Barbara (Cal.) 1967. 120 S. Innerhalb einer relativ knappen Zeitspanne hat sich eine ungewohnte, in Verbindung mit der modernen Technik geschaffene Art der Katalogi­sierung von Informationen in zahlreichen Wissensgebieten durchgesetzt. In kaum einem anderen Bereich jedoch wird dieser Prozeß auf eine schwe­rer zu bewältigende, dem Stoff entsprechende Eigenständigkeit treffen als in dem der Geschichte und ihrer Nachbardisziplinen; entscheidend für den Ausgang dieses vermeintlichen Konfliktes wird letztlich die Leistungsfä­higkeit des herangetragenen Systems sein, keineswegs die Abwehrstellung des Individualisten, der um die Originalität seiner Forschungsarbeit bangt. Diese Bemerkung schien notwendig, um der vorliegenden Bibliographie in ihrer Eigenart gerecht zu werden. Schon eine flüchtige Durchsicht wird in jedem Leser, der mit (speziell in den Naturwissenschaften gebräuchli­chen) Inventarisierungen und Dokumentationen einigermaßen vertraut ist, den Verdacht aufkeimen lassen, es handle sich hier um einen Schritt in jene Richtung hin, in der, wenn überhaupt, eine Annäherung an das methodische Niveau exakterer Wissenschaften möglich sein könnte. Sicher wird der zunächst betroffene Benützer berechtigte Vorwürfe erheben. Das gesamte historische Schrifttum (wobei auch die Zeitschriftenliteratur auf­geschlüsselt wird), das 1965 in Österreich erschienen ist, wird in sieben Hauptgruppen (Bibliographien — Nachschlagewerke — Festschriften und Aufsatzsammlungen — Hilfswissenschaften — Österreich — Allgemeine und europäische Geschichte — Außereuropäische Länder) vorgestellt, die schon in ihren Titeln die aus gebräuchlichen Bibliographien gewohnte ein­heitliche Systematik vermissen lassen. Auffälliger noch sind scheinbare Unstimmigkeiten in der Zuteilung der einzelnen Werktitel zu den verschie­denen Spezialgruppen, z. B.: einen Bericht über die Restaurierung von Gemälden (n. 57) findet man unter „Nachschlagewerke/Berichte“, einen solchen über die Restaurierung alter Drucke (n. 90) unter „Nachschlage- werke/Forschungsberichte“. Während Ausgrabungen (soferne es sich nicht um epigraphische Denkmäler handelt) ebenfalls den zitierten „Forschungs­Mitteilungen, Band 21 30

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