Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 20. (1967)

BLAAS, Richard: Die Archive im Bereich des Kulturgüterschutzes

Rezensionen 559 Schiffe, vor allem auf S. 91 und 92, wo Zeilen vertauscht sind, ferner bei den Verzeichnissen der Schiffe auf den Seiten 135—137 mit mehreren Fehlern und groben Störungen der alphabetischen Reihung oder auf S. 164 (Marineunteroffiziere statt Marine-Infanterie-Offiziere). Bei der Bebilderung stehen die von Bayer gemalten Uniformbilder in Farbwieder­gabe stark im Vordergrund. Trotz aller Mängel muß aber doch betont werden, daß sich Bayer durch die äußerst schwierige Beschaffung der Geldmittel große Verdienste um das Erscheinen des Werkes erworben hat und daß es auch in dieser ver­stümmelten Form zweifellos auf weite Strecken ein wichtiges Handbuch geblieben ist, das einem größeren Kreis Kunde gibt von dem fast verges­senen Wirken österreichischer Seeleute in einer wichtigen Epoche der österreichischen und europäischen Geschichte. Walter Wagner (Wien). Quellenwerke Hornung Herwig Hans, Die Inschriften Niederösterreichs 1. Teil „Die Inschriften der politischen Bezirke Amstetten una Scheibbs“. Vet.äg Böhlau Nach! Graz—Köln. 19oC. 289 Seiten, 148 Abbildungen, 4 Tabellen und einer Karte. Im Rahmen der von den Akademien Deutschlands in Zusammen­arbeit mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien herausgegebenen „Deutschen Inschriften“ werden hier innerhalb der „Wiener Reihe“ anschließend an die 1953 posthum erschienene einschlägige Arbeit über das Burgenland von R. Z i m m e r 1 als erster Teil der In­schriften Niederösterreichs die von Herwig Hans Hornung gesam­melten, von dem Autor zum Teil entdeckten und bearbeiteten Inschriften der politischen Bezirke Amstetten und Scheibbs vorgelegt. Durchforscht wurde mit diesen beiden südlich der Donau gelegenen und westlichen Bezirken des Bundeslandes Nieder Österreichs der westlichste Teil des historischen „Viertels ober dem Wienerwald“. Interpretiert wurden, unter Einhaltung der für dieses Sammelwerk vorgesehenen Richtlinie, die 1650 als oberste Zeitgrenze ansetzt, 473 Inschriften, die sich mit 297 und 176 auf Amstetten bzw. Scheibbs verteilen, deren knappe Hälfte aus dem 16. Jhdt., ein Fünftel aus der Zeit vor 1500, und der Rest aus der ersten Hälfte des 17. Jhdt. stammt. Wie schon Zimmerl, so hat auch Hornung seine Aufgabe vom topographischen Gesichtspunkt ausgehend gelöst und zwar, was in der Folge immer wieder festgehalten werden muß, in der glän­zendsten Art, wobei er in dem jeweiligen Bezirk in alphabetischer Reihe die Ortschaften, innerhalb derselben wieder die Inschriften in chrono­logischer Folge anführt. Im einzelnen werden die jeweiligen Inschriften nach einem festgelegten Schema wie folgt behandelt: Art des In­schriftenträgers, z. B. Wappengrabplatte, genauer Standort, Wappen­beschreibung, Zustand des Inschriftenträgers, Material etwa R. M. (roter Marmor), Maße, Schriftart (Antiqua, got. Minuskel usw.) unter Angabe der Buchstabenhöhe in Zentimetern, Transskription des In­schriftentextes mit anschl. kurzem historischen, allenfalls genealogischem,

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