Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 17/18. (1964/65)

PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

66G Archivberichte 650 1766 März 21, Wien. Joseph Preyer, Maler bei der Hofzuckerbäckerei, bittet um die vakant ge­wordene höher dotierte Zuckerbäckerstelle. P. ist seinerzeit wegen „Aus­mahlung derer Confecturen-Aufsätzen“ für einen Maler aufgenommen und erhält die größere Hofzuckerbäckerbesoldung von jährl. 400 Gulden. Res.: Placet und ist die erledigte Stelle in Erspahrung zu bringen. Joseph. f. 96 v — 98 v. 32. Hofparteienprotokoll 1767—1768. 651 1767 Jänner 19, Wien. Philipp Hirnschall, Hofgärtner zu Hetzendorf, bittet um 12 oder wenigstens 10 Klafter Brennholz zur Erhaltung des „Stöckl Wercks“ und für die Gartenleute das Zimmer zu heizen infolge der andauernden außerordentlichen Kälte. Der Generalbaudirektor berichtet, daß H. nur je 4 Klafter Buchen- und Tannen-Brennholz erhält und im Anbetracht des strengen Winters weitere 10 Klafter Brennholz gerechtfertigt wären, zumal im Vorjahr außer­ordentliche 6 Klafter Brennholz bewilligt wurden. Res.: Placet. f. 17 rv. Anweisung des Holzes am 24 Jänner 1767 f. 19 r. 652 1767 Mai 2, Wien. Johann Georg Spenckuch, Hof obertapezierer, bittet um die Aufteilung der Arbeiten. Mathias Flader, Hofuntertapezierer, tätig auf den Hofreisen nach Casal Maggiore und Genua sowie nach Frankfurt am Main und Innsbruck, bittet ohne Besoldungserhöhung um den Titel eines Hofobertapezierers und daß er die von ihm selbst verfaßte „Inventur“ mitunterschreiben und für sie mit­haften dürfe. Weiters bitten die Tapezierer, sich die Arbeiten aufteilen zu dürfen und zwar: Spenckuch hat für Preßburg, Ofen, Schloßhof und Halbthurn, Flader für die Hofburg in Wien, die Lustschlösser Belvedere, Schönbrunn, Hetzen­dorf, St. Veit und Laxenburg zu sorgen. Der Obersthofmeister schlägt vor, Spenckuch den Titel eines ersten und Flader den Titel eines zweiten Hofobertapezierers zu verleihen. Res.: Placet künftig auch diese Dienst, als Hof-Dienst Kayser vorzulegen. f. 120 r — 121 v. Dekret an Johann Georg Spenckuch vom 8. Mai 1767. f. 124 v — 126 r. Dekret an Mathias Flader vom 8. Mai 1767. f. 126 r — 128 r. Dekret an Schloßhauptmann von Schönbrunn, Jacob Andreas Edlen von Edlersberg. f. 128 r —129 v. 653 1767 Juni 15, Wien. Verzeichnis der Hofstaatsparteien welche anläßlich des Ablebens der Kai­serin Josepha nach der Norm von 1751 Klagegelder erhalten: Hofzuckerbäcker (und Maler) Joseph Breyer 35 Gulden Hof obertapezierer: Johann Georg Spenckuch 45 Gulden Mathäus Flader 45 Gulden Untertapezierer: Joseph Klimpert 35 Gulden Bartholomäus Weiß 35 Gulden Tapezierergehilfen: Adam Schäffer 35 Gulden Johann Spenckuch 35 Gulden f. 142 rv.

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