Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 17/18. (1964/65)

PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

Österreich 663 632 1764 August 15, Wien. Thadaeo Adamo Karner, (Baumeister und) Schönbrunner Lustschloß-In­spektor, wird die Aufsicht in Baureparationssachen nach einer Instruktion vom Hofbauamt übertragen. f. 268 r. 633 1764 August 22, Wien. Joseph Spenkuch, Tapezierergehilfe, wird ab 1. August 1764 zum Zimmer­wärter in der k. k. Sommerresidenz Schönbrunn mit jährl. 450 Gulden er­nannt. f. 278 r. 634 1764 September 12, Wien. Johann Spenkuch, Hoftapezierergeselle, wird ab 1. September 1764 an Stelle seines Bruders Joseph Spenkuch, der zum Zimmerwärter im Schloß Schön­brunn ernannt wurde, zum zweiten Hoftapezierergehilfen ernannt. f. 293 v. 635 1761t September 14, Wien. Johann Staud, Extrahoftapezierergehilfe, wird ab 1. August 1764 zum Hof­tapezierergesellen mit einem Taglohn von 27 Kreuzer ernannt. f. 295 r. 636 1764 Oktober 10, Wien. Mathias Flader, Hofuntertapezierer, wurde am 13. Dezember 1763 nach Frankfurt am Main unter dem Titel eines Hoffourierassistenten mit dem Hoffourier Baber abgeschickt und mit der Auswahl und Einrichtung der kaiserl. Quartiere sowie den Vorbereitungen in der St. Bartholomäuskirche und auf dem Römer betraut. Traf am 8. Jänner 1764 wieder in Wien ein, nachdem er alle Arbeiten zur vollsten Zufriedenheit in Frankfurt durch­führte. F. meldet, daß er für diese 27 Tage kein Kostgeld erhielt. Er bittet wenigstens, wie Hoffouriere tägl. 3 Gulden 30 Kreuzer oder 3 Gulden, oder mit einer Gratifikation hiefür bedacht zu werden. Das Obersthofmeisteramt schlägt für F. täglich 2 Gulden, die für Untertapezierer vorgesehen sind, vor oder einmalig 150 Gulden, wenigstens aber 100 Gulden zu geben. Res.: 150 fl. als ein Gratification. f.332 v — 335 r. Anweisung der 150 Gulden an M. Flader am 22. Oktober 1764. f. 334 r. 30. Hofparteienprotokoll 1765. 637 1765 Februar 8, Wien. Hellena Tratterin, ledige Tochter des Hoftapezierers (Johann Peter) Tratter, welcher 50 Jahre in Hofdiensten stand und mit Kaiser Karl VI. in Spanien war und nach der hofmarschallischen Gerichtsverhandlung nur 109 Gulden 51 Kreuzer hinterlassen hat, bittet um eine Gnadenpension. Das Obersthof­meisteramt schlägt ab 1. August 1764 jährl. etwa 75 Gulden Pension vor. Res.: Placet. f. 54 r — 57 v. Anweisung der Pension am 1. Juli 1765. f. 268 r. 638 1765 Februar 14, Wien. Joseph Fellner, Hofgärtner im Lustschloß Belvedere, hat, seit die Orangerie nach Schönbrunn verlegt wurde, nur 2 Klafter Tannen-Brennholz für seinen Bedarf erhalten, das nicht für ihn und seinen Gesellen reicht. Der General­baudirektor berichtet, daß F. nach seinen Aussagen noch auf je 5 Klafter Buchen- und Tannen-Brennholz für sich und seinen Gesellen Anspruch hätte. Das Obersthofmeisteramt berichtet, daß F. vom 1. November 1763 bis Ende

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