Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 17/18. (1964/65)

MIYAKE, Masaki: J. M. Baernreither und „Mitteleuropa“. Eine Studie über den Nachlaß Baernreither

J. M. Baernreither und „Mitteleuropa“. Eine Studie über den Nachlaß Baernreither. Von Masaki Miyake (Tokio). I. Einleitung ..................................................................................359 II. Baernreither und „Kriegspartei“ in Österreich ............................362 I II. Die „Mitteleuropa“-Pläne Baernreithers während des Ersten Welt­kriegs ............................................................................................................366 IV. Schlußwort ...................................................................................................384 V . Anhang 1. Dokument 1: Brief Baernreithers an Zdenko Fürst Lobkowitz. 385 Dokument 2: Brief Baernreithers an Alexander Wekerle . 389 Dokument 3: Brief Baernreithers an Maximilian Egon Fürst zu Fürstenberg.......................................................391 Anhang 2. Verzeichnis der Bestände des Baernreither-Nachlasses . . 397 I. Einleitung Joseph Maria Baernreither (1845—1925), von 1885 bis 1907 Mitglied des österreichischen Abgeordnetenhauses und seit 1907 Mitglied des öster­reichischen Herrenhauses, bekleidete bereits 1907 den Posten eines Handels­ministers im Kabinett Thun, bis er schließlich vom 20. Dezember 1916 bis 23. Mai 1917 dem Kabinett Clam-Martinic als Minister ohne Portefeuille angehörte. Doch nicht so sehr auf seiner amtlichen Wirksamkeit als Minister als auf seiner unermüdlichen politischen Aktivität als Privatmann in bestimmten Kreisen, Zirkeln und Verbänden politisch Gleichgesinnter oder doch in offiziöser Funktion, beruht seine Bedeutung für die Geschichte des letzten Jahrzehnts der Doppelmonarchie. Sein umfangreicher schrift­licher Nachlaß ist nun deshalb eine so wichtige Quelle für diese Zeit, weil Baernreither als aktiver Politiker durch seine öffentlichen Funktionen — er war auch Mitglied der österreichisch-ungarischen Delegationen — und durch ausgezeichnete Beziehungen zu den politisch tonangebenden Kreisen immer sehr gut über alle politischen Vorgänge informiert war1), was alles seinen schriftlichen Niederschlag in Baernreithers Nachlaß ge- * S. ') Über den Lebenslauf Baernreithers vgl. Inventare österreichischer staat­licher Archive V. Inventare des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs Bd. 7, S. 409; Baernreither, Fragmente eines politischen Tagebuches. Die südslawische Frage und Österreich-Ungarn vor dem Weltkrieg, hrsg. und eingeleitet von Joseph Redlich, Berlin 1928 (später kurz zitiert: Baernreither, Fragmente): Hier auch eine kurze biographische Skizze von J. Redlich.

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