Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 13. (1960)
PILLICH, Walter. Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780
Rezensionen 581 ner“ (statt N.), Band 5, Seite 439, Regest Nummer 1325 „Fortstmeister“ (statt Forstmeister). Der Druck ist auf manchen Seiten verschwommen (z. B. Band 5, Seite 297, 299). Linzer Regesten aus dem Deutschordenszentralarchiv in Wien, bearbeitet von Dr. Georg W a c h a. Mit den vorliegenden Bänden wird die Publikation von Quellen aus dem Deutschordenszentralarchiv in Wien zur Geschichte der Kommende Linz abgeschlossen. Band 4 enthält Rechnungen (Seite 789—999, aus den Jahren 1713—1792), Inventare von 1727, 1737 und 1776 (Seite 1003—1030) und ein Bücherverzeichnis von 1727 (Seite 1033—1042), Band 5 das Register zu den 4 Textbänden der Reihe (getrennt in Namenregister, Seite 1043—1093, und Sachregister, Seite 1095—1152) und einen Anhang, mit einer Übersicht über den Personalstand der Kommende Linz (bearbeitet von Dr. Karl Wilke) und Stammtafeln der Familien Harrach und Thun. Die Rechnungen und Inventare werden in vollem Wortlaut wiedergegeben; sie vermitteln einen genauen Einblick in die Geschichte dieser Institution und damit auch in das Alltagsleben der Stadt Linz im 18. Jahrhundert. Die Linzer Vororte, dargestellt nach dem „Josephinischen Lagebuch“ und „Fran- cisceischen Kataster“ von Franz Xaver Bohdanowicz. Der kenntnisreiche und unermüdliche Herausgeber legt diesmal in je 2 Bänden die topographischen Unterlagen für die Orte Katzbach (16, 17), St. Peter bei Zizlau (18, 19) und Ebelsberg (20, 21) vor, wobei der jeweils erstgenannte Band den Text des Lagebuches, der zweite den des Katasters und das Register enthält. Die Publikation der für die Ortsgeschichten grundlegenden Quelle ist in bewährter Sorgfalt und Übersichtlichkeit vorgenommen worden. Otto Friedrich Winter (Wien). Maksay Ferenc, Urbáriumok XVI.—XVII. század. (Urbare vom 16. bis 17. Jahrhundert.) Mitarbeiter: Felhő Ibolya, W. Beretzky Nóra, T. Polonyi Nóra. Akadémiai Kiadó. Budapest 1959. Die Ausgaben des Ungarischen Staatsarchivs II. Quellenpublikationen 7. Die Urbare sind die mannigfachsten und lebensnächsten Quellen der Landwirtschaftsgeschichte. Dessenungeachtet ist die Publikation dieser Quellen eine alte Schuld der ungarischen Quellenedition. Die in dem vorigen Jahrhundert angefangenen Unternehmungen für die Quellenedition ließen die Urbare außer Betracht. Diese Ausgabe des Ungarischen Staatsarchivs — die die Urbare aus dem XVI.—XVII. Jahrhundert enthält — zahlt diese Schuld der ungarischen Quellenedition ab. Der Band bringt 44 Urbare aus 21 Herrschaftsgütern. Die Auswahl war keine leichte Aufgabe, weil es neben den Urbaren auch viele Quellen von verschiedenem Charakter gibt, die das Leben der Wirtschaft beschreiben. Aber die Volltextpublikation dieser Quellen hätte vielfaches Bogenausmaß erfordert. Die Auszugspublikation hielt der Herausgeber — im Falle der Urbare — nicht für genügend. Der Rahmen dieser Ausgabe ermöglichte nicht, daß mehr als zwei bis drei Urbare pro Herrschaftsgut im Band Platz erhielten. Wenn man drei Urbare bringt, stammen sie aus verschiedener Zeit. Auf die nicht publizierten Urbare weist — nach dem Text — ein Quellenverzeichnis hin. Die