Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 12. (1959)

PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1638–1780

570 Literaturberichte könnte und in den gewissenhaft gearbeiteten bibliographischen Angaben über selbständige Publikationen, Aufsätze, Vortrags- und Vorlesetätigkeit der behandelten Persönlichkeiten. Anna Hedwig B e n n a (Wien). Davis G. R. C., Medieval Cartularies of Great Britain. A Short Catalogue. Longmans Green and Co., New York 1958. XXI + 182 Seiten. Auch in England ist der Wert der mittelalterlichen Kopialbücher für die Geschichtswissenschaft längst erkannt worden. Bieten sie doch in vielen Fällen die einzige Überlieferung einer Urkunde. So kam es daher, daß die Royal Historical Society vor 20 Jahren die Publikation eines Verzeich­nisses der in englischen Bibliotheken und Archiven erhaltenen Kopialbücher geistlicher und weltlicher Herrschaften im Vereinigten Königreich beschlos­sen hat. Die vorliegende Publikation Davis ist diesem Auftrag getreulich nachgekommen und verzeichnet gewissenhaft und genau die uns erhaltenen Handschriften, deren älteste (Verzeichnis n. 1068) aus dem 11. Jahrhundert aus dem Besitz des Benediktinerklosters in Worcester stammt. Das Gros dieser insgesamt 1344 Kopialbücher stammt aus dem 13. und 14. Jahr­hundert, ein Drittel davon befindet sich noch in den Händen ihrer ursprüng­lichen Besitzer, die übrigen haben ihre Besitzer im Laufe der Zeit gewech­selt und sind vielfach aus dem Antiquariatshandel in die großen öffent­lichen englischen Bibliotheken gekommen. Der Herausgeber hat sie in zwei Abteilungen, nach der geistlichen und weltlichen Provenienz gegliedert, fortlaufend numeriert, alphabetisch nach geistlichen Häusern bzw. welt­lichen Herrschaften angeordnet, beschrieben. Die Beschreibungen enthalten kurze Angaben über Beschreibstoff, Schrift, Illumination, Blattzahl, Inhalt und Provenienz. Dem Verzeichnis geht eine ausgezeichnete Einleitung vor­aus, in der der Herausgeber die Ergebnisse seiner Untersuchungen darlegt. Mit diesem Band ist der englischen Urkundenwissenschaft ein neues, äußerst verwendbares Hilfsmittel geschenkt worden. Anna Hedwig B e n n a (Wien). Die Matrikel der Universität Wien, II. Band, 1451—1518/1, 1. Lieferung. (Publi­kationen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, hgg. v. Leo Santifaller, VI. Reihe: Quellen zur Geschichte der Universität Wien. Erste Abteilung). In Kommission bei Verlag Hermann Böhlaus Nachf., Graz- Köln 1959, 454 S., bearbeitet von Franz Gail. Die Matrikel der Universität Wien, III. Band, 1518/11—1579/1. 1. Lieferung. Ebendort 1959. Von den 6 zunächst zur Veröffentlichung bestimmten Originalhand­schriften der Wiener Universitätsmatrikel liegt nunmehr bereits die Edi­tion von 4 Kodizes vor. Das Unternehmen ist damit bereits bis an das Ende des 16. Jahrhunderts vorgedrungen und es steht zu hoffen, daß das ge­steckte Ziel bis 1962 erreicht werden kann. Das Organisationsgeschick des Herausgebers und die Arbeitskraft des Bearbeiters lassen kaum daran zweifeln. Wohl wird die Herstellung des Registers für den II. und III. Band, dem jeweils die 2. Lieferung gewidmet ist, noch Mühe kosten, das Werk schreitet jedoch rüstig voran. Die Entscheidung für eine Volledition, die

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