Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 12. (1959)

SPRUNCK, Alphonse: Zwei österreichische Forschungsreisen aus der Zeit Josephs II.

424 Alphonse Sprunck lungs Schreiben an seinen Herrn Neveu, Gouverneur auf dem Cap, und ein andres vor Isle de France. Ich verbleibe Euer Hochgräflichen Excellenz Unterthänigster Diener Franz Boos. Am 11. Februar sandte Boos ein weiteres Schreiben an Belgiojoso: Hochgebohrner Reichs Graf! Gnädigster Herr! Das letztere gnädige Schreiben Seiner Excellenz habe bey Herrn Con­sul Carli erhalten, und habe die Ehre gehorsamst zu melden, das ich vor zwey Tagen ein Schreiben aus Hoorn von denen Bewindhabern des Schiffs Holland erhalten habe, worin sie verlangten, das ich morgen, nebst mei­nem Reisegefährten Scholl samt der zur Reise nötigen und angeschafften Stucken dahin kommen sollen. Ferner müsse vor beed 300 Gulden vor die Plätze auf dem Schiff an die Kompagnie aldort bezahlt werden, die Kost sey mit dem Capitain accor- dirt worden, welcher vor beed 240 Gulden verlangt, doch hierin ist nur das Fleisch verstanden, alles übrige müssen wir selbst besorgen. Da dieses diejenige Summa übersteigt, welche ich darzu vorrätig gerichtet hatte, stelte ich auf Gutachten des Herrn Consuls noch eine doppelte Quittung gleichen Inhalts von 300 Gulden im Hause Hope aus, wo ich auch das Geld empfangen habe. Sobald alles in Hoorn durchsuchet und gesichert seyn wird, reisen wir sogleich nach dem Inhalt des von dort empfangenen Schreibens den 15 Februar nach Texel ab, um mit dem ersten günstigen Wind in die See gehen zu können. Die schriftliche Erlaubnis und das Empfehlungs Schrei­ben von denen Herren G. Staaten an Herrn Gouverneur auf dem Cap hat ihr Advocat Fiscal Boers an der Kammer Hoorn überschückt, welche sol­ches selbst durch den Capitain bestellen wird. Zugleich habe im Hause Hope ein Schreiben samt einem eingeschlossenen Creditbrief von 15 tausend Gulden erhalten an deren Correspondenten auf dem Cap. Der Herre Consul Carli hat allen möglichen Fleiss angewendt die Reise zu befördern, ohne welchen wir noch einige Monathe hätten warten müssen. Ich werd die Ehre haben bey jeder Gelegenheit den Fortgang unserer Arbeit gehorsamst zu berichten. Verbleibend Euer Hochgräflichen Excellenz Unterthänigster Diener Franz Boos.

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