Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 4. (1951)

ACHT, Peter: Ein Registerbuch des Bischofs Nikolaus von Regensburg (1313–1340)

102 Peter Acht Deutlich weist die mit Fol. 12' beginnende einheitliche Einteilung der Blätter in zwei Spalten daraufhin, daß der größere Teil des heutigen Bestandes von Anfang an vorhanden gewesen ist. Jede Seite ist in zwei Hälften geschieden, wobei jeweils der obere und untere Rand wie auch die beiden Seitenränder durch Tintenlinien abgegrenzt sind; beide Spalten sind in der Mitte ebenfalls durch zwei Linien getrennt, zwischen denen ein Raum von 2 cm freigelassen ist. Diese Anordnung, die durchwegs mit gleicher Tinte durchgeführt wurde, wie auch die gleichmäßig beschnittenen Blätter zeigen, daß ein einheitliches Anlage­system für den größeren Teil der Lagen bereits bei Beginn des Registers beabsichtigt gewesen ist 1). Das Papier ist mit einem Wasserzeichen versehen, das Briquet, Les Filigranes, unter Nr. 4338 wiedergibt. Der Band enthält insgesamt 205 verschiedene Einträge aus der Zeit von 1270—1408, darunter 139 Urkunden und Briefe, die Bischof Nikolaus als Aussteller nennen, außerdem vier Urkunden seiner Vor­gänger Leo (1262—1277)2) und Heinrich II. (1277—1296)3), sowie zwei Urkunden Bischof Johanns I. (1384—1409) 4); diese sechs Stücke sind die einzigen Einträge, die die Regierungszeit Bischof Nikolaus’ überschreiten. Das Register enthält ferner Urkunden und Briefe des Erzbischofs Friedrich von Salzburg an Papst Johann XXII. (Fol. 14') 5), an Dom­kapitel und Stadt Regensburg (Fol. 28'—29) 6), eine Kardinalsliste von 1331 auf Fol. 15'—16, zwei Schreiben Papst Johanns XXII. an Schottenabt und Stadt auf Fol. 34' 7), Briefe des Herzogs Heinrich von Niederbayern an Bischof Nikolaus auf Fol. 45 und 48', Urkunden des Domkapitels auf Fol. 50' und 57, eine Liste des von den Klöstern der Regensburger Diözese an Erzbischof Friedrich von Salzburg zu zahlenden „Subsidium“ (Fol. 75'—79), eine Aufzählung von in Pöchlarn in Niederösterreich hinterlegten Urkunden (Fol. 79'—80), ein Verzeichnis der bischöflichen Einkünfte in Hauseck (Fol. 80'—81'), Lehen und Eigenleute des Ulrich von Teisbach (Fol. 86'—87), verschie­1) Bei Fol. 12, 64'—75, 79'—80, 83'—86, 88—94, 95—102 fehlt diese Einteilung. 2) Fol. 73 und 96. 3) Fol. 94. 4) Fol. 16' und 62. 5) Die Regesten der Erzbischöfe und des Domkapitels von Salzburg, Bd. 3 (1934), Nr. 194, künftig „Salzburger Regesten“ zitiert. «) MB., Bd. 53, Nr. 416 und 417. 7) Vgl. MB., Bd. 53, S. 226, Anmerk. 1.

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