Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 3. (1950) – Leo Santifaller Festschrift

CORETH, Anna: Dynastisch-politische Ideen Kaiser Maximilians I.

104 Anna Coreth Feld 1 und 4: drei goldene Sparren in Grün (konnte nicht festgestellt werden); 2 Holland (roter Löwe in Gold); 3 Seeland (roter Löwe in Gold, rechte obere Ecke siebenmal schräg gespalten von Silber und Blau. Variation des Wappens) 1) (E 3). II. Herzschild: Kroatien; Feld 1 Steiermark; 2 Kärnten; 3 Krain; 4 Zilly. Dieses Wappen läßt sich mit Leichtigkeit mit Sclavania oder Wynnden identifizieren (E 4). III. Herzschild: Aalst-Alost; Feld 1 und 4: Westflandern-Harle- beke (roter Mittelschild in rot-blau geständertem Feld); 2 und 3 gespalten von Antwerpen-Hantorff (fleischfarbene Hand über schwarzem Doppeladler in Gold) und Artois (drei goldene Lilien in Blau) (E 5). IV. Herzschild: Kärnten; Feld 1 und 4 Görz, 2 und 3 Tirol. (Dieses Wappen ist an der Ehrenpforte nicht unter den Königswappen — statt dessen nimmt dort das der Lombardei den sechsten Platz ein —, sondern steht wegen des Herzogtums Kärnten unter den drei Herzogswappen (E 7). V. Herzschild: Habsburg (roter Löwe in Gold); Feld 1 und 4 Öster­reich (Bindenschild); 2 und 3 Elsaß (E 1). Dieser Schild kann wohl dem „Königreich Österreich“ des Programms am ehesten entsprechen, sind doch hier die Besitzungen zusammengefaßt, die das Haus Habs­burg in den Anfängen seiner königlichen Stellung innehatte (E 1). VI. Herzschild: Luxemburg (roter Löwe in mehrmals blau-silber geteiltem Feld); Feld 1 und 4 Bindenschild rot-weiß-rot (diesmal für Lothringen-Brabant); 2 Brabant (goldener Löwe in Schwarz nach heraldisch rechts); 3 Geldern (goldener Löwe in Blau nach heraldisch links) (E 2). Trotz dieser fast vollständigen Auflösung der Wappen und weit­gehenden Erklärung der Namen will eine Zuteilung der Namen zu den Wappen nicht voll gelingen. Nimmt man Nr. II als Wappen für Sclavania oder Wynnden an und etwa das letzte Wappen, Nr. VI, für Lothringen, so können etwa Weigen und Austrasien den zwei nieder­ländischen Wappen I und III entsprechen, während VII und VIII einigermaßen sinnvoll als Neuaustrasien und Österreich bezeichnet werden können. Aber es sind auch etliche andere Kombinationen möglich. *) *) Der V. Spiegel der Grafen in der Fürstlichen Chronik (Cod. 3075), fol. 117 zeigt ein Wappen von auffallend ähnlicher Anordnung, das mit Hennegau bezeichnet ist: 1 und 4 zwei silberne Sparren in Rot, 2 und 3 roter Löwe in Gold.

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