Áldásy Antal: Magyar czímeres emlékek III. füzet (Budapest, 1926)

Németnyelvű tartalmi áttekintés

privilegialis, wofür wir kein weiteres Beispiel anführen können. Vollkommen kanzleimäßig ist die Urkunde für Petrus Gentile de Montefalco ausgefertigt, doch fehlt jede Spur der Besiege­lung, was darauf schließen läßt, daß die Urkunde nicht zur Expedition gelangte. Zwei Urkunden, die der Familien Forgách und Campanellis weisen die auf Wappenbriefen selten vorkommende Unterschrift Ludwigs II. auf. Die heraldische Ausführung ist wohl bei dem Hideghéti'sehen Wappen die korrekteste, das bloß zwei Tinkturen, schwarz und gold enthält, daher der heraldischen Regel, Farbe auf Erz, Erz auf Farbe am vollständigsten entspricht. Korrekt ist auch die Ausführung des Szalóki'schen Wappens, wie auch des Wappens der Stadt Eperjes. Als Gegenstücke wären die Wappen Hoff­maister und Weér de Muron auszuführen, die Erz auf Erz (Gold und Silber) aufweisen. Von besonderem Interesse sind die Wappen des Petrus Gentile de Montefalco und der Familien Szalöki und Gellyei. Petrus Gentile (Tafel XIX/LXIX) erhält von König Mathias Corvinus als besondere Auszeichnung das Familienwappen des Königs verliehen, den im Schnabel einen goldenen Ring haltenden Raben : «de nostris paternis armis» sagt die Urkunde. Die beiden goldenen Pilgermuschel, die den Raben begleiten, sind dem Wappen des Bischofs von Eger, Kardinal Gabriel Rangoni (de Verona), das bärtige Männerantlitz im unterem Felde wahrscheinlich dem Perényi'schen Wappen entnommen. Für die Verleihung des Familienwappens haben wir unter Mathias Corvinus noch ein zweites Beispiel, das Wappen Ponte de Varisko 1489, wo der silberne Löwe auf der Brust im blauen Schild den Raben mit dem Ring trägt. Wahre Unica sind in der ungarischen Heraldik der verstümmelte Schwan des Szalóki'schen (Tafel XII LXII) und der Kentaur des Gellyei'schen Wappens (Tafel xxvin LXXVIII) für die wir kein zweites Beispiel anführen können. Für die Entwicklung der Wappen bietet ein lehrreiches Beispiel das der Familie Forgách. (Tafel xxix LXXIX). Das ursprüngliche Wappen der Familie ist mit dem des Geschlechtes Hunt—Pázmán identisch, silberner Mondsichel, pfahlweis gestellt. Das Siegel des Petrus For­gách 1413 zeigt eine gekrönte Frauenbüste, rechts und links an den Schläfen je eine Mond­sichel. In dieser Form wurde das Wappen durch die Familie bis 1525 geführt. Die Wappen­verleihung Ludwig II. veränderte das Famiii enwappen vollständig, die gekrönte Frauenbüste, ursprünglich nur zur Aushilfe als Helmzierde verwendet, um die plastische Anbringung der Mond­sichel zu unmöglichen, wurde zum Hauptwappenbild, während die Mondsichel, ursprünglich das Hauptwappenbild zu Begleitstücken herabsank. Die Familientradition führt die Aufnahme der gekrönten Frauenbüste auf die Zeit des Blasius Forgách zurück, dem für die Ermordung König Karl II. von Anjou von der Königin Maria gestattet wurde, das Bild der Königin in sein Wappen aufzunehmen. Das Wappen von 1525 ist übrigens kein vollständiges, Helm, Helm­kleinod und Decken fehlen und wurden erst unter Ferdinand I. von der Familie eigenmächtig, ohne Erlaubniss des Herrschers angenommen. Wertvolle Beiträge enthalten unsere Wappen zur Kostüm- und Waffenkunde. Das Bochkai'sche Wappen (Tafel (11 LII) macht uns mit der Waffenrüstung des schweren Reiters unter Sigis­mund bekannt, während das des Andreas Weér de Muron (Tafel xx LXX) die Ausrüstung eines Kriegers zu Fuß aus der Zeit Wladislaus II. darstellt. Das Wappen des Nagy und Huszár de Szerdahely (Tafel xvni LXVIII) führt uns einen Teil der Kleidung des leichten Reiters unter Mathias Corvinus vor. Teile der Bewaffnung bieten die Wappen der Familien Pérchy (Tafel V/LV), Gellyei (Tafel xxvin LXXIII), Armbruster (Tafel xxvi LXXVI), während für die Männer­und Frauenkleidung die Wappen Dobry, Bethlen und Zbugyai, Érky, Cseh und Jeszenszky von Interesse sind. (Tafeln VIII/LVII, IX LIX, XXIII LXXIII, XXVII/LXXVII). Die künstlerische Ausführung der Wappen ist natürlich verschieden. Während die Wappen Buthor (Tafel vi LVI), Szalóki, Sirokai (Tafel XVII/LXVII) die Hand eines geschickten Künst­lers verraten, ist die Ausführung des Wappens Budai de Pethend (Tafel XIV/XLIV) ziemlich

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