Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

Az 1809 évi utáni napló

in Kärnthen und Krain eine angemessene Gräntze bekommen, wegen Fiume glaubt er auch, daß der Kaiser es uns mit gewissen Conditionen lassen wolle, Champagny glaubt es auch. Metternich meynt, daß die Haupt-Basis binnen 14 Tagen, die gantzen Negotiationen aber binnen 6 Wochen geendiget werden könnten. Kaiser sagt, die Russen vermehreten sich in Gallizien durch Truppen, die sie aus Schweden gezogen, und bedrohen uns im Fall eines Krieges mit einem Einfall, doch sagen einige, daß sie mit uns gegen Frankreich bestimmt. Pr[inz] Würtemberg merkt das Fatale seiner Laage beym Reserve-Corps, und da nun doch nicht wohl was anderes als Frieden erfolgen kann, so möchte er von der gantzen Hinunter­reise dispensirt werden, da der F. M. L. Schusteck ohnehin hin­unter gehet, meldet sich deßwegen beym Kaiesr, wird aber übel aufgenommen und ihm der Vorwurf gemacht, daß er sich krank stelle, um nicht hinunterzugehen,was er sehr übel nimmt und seine Abreise auf den 1-ten [Octojber feststellt. F. M. L. Schusteck meldet auch, daß er an seine Bestimmung abgehen werde und erzählet, daß Kaiser ihm befohlen, bey denen freywilligen Divi­sions die deutschen Commando-Wörter einzuführen, fragt sich bey mir darüber an, ich aber lasse es ad casum kommen. F[eld]-M[arschall] Bellegarde kommt, um über die Laage der Sachen zu sprechen, erzählt 2 fatale Umstände, daß Russen in Lemberg unser Gubernium abgesetzt und ihre Regirung ein­geführt, dann daß die Franzosen 3 Tyroler Hauptleute, die von hier abgegangen, um die Tyroler aufzuhetzen, abgefangen und nach Wienn gebracht haben. Fürchtet, wir werden dadurch com­prommittirt werden. Sprechen von denen Chancen für Krieg und Frieden, wir sehen beede keine Aussicht in ersteren; ich glaube, daß man in der jetzigen Epoche auf keinen mehr denken könne, wegen der Witterung, Mangel an allem und denen Bewegungen der Russen. Krieg bringt sicheren, aber schnellen Todt, Frieden langsamen aber zweifelhaftes Ende, und es läßt sich die Möglich­keit einsehen, zu helfen. Theile ihm meine Ideen über unser künf­tiges System, über representative Verfassung, über Amalgama­tion der Länder mit, gefallen ihm, meynt sie sind auf Menschen­kenntniß berechnet, allein sie würden wohl keine günstige Auf­nahme höheren Orts finden, und wenn sie ein Privatmann proponiren würde, so könnte er allenfalls für einen Jacobiner oder Frey-Geist passiren, nur ein Bruder des Kaisers könne so was einrathen. Ich soll es aber versuchen. In Hinsicht der Abdi­cation war er auch der Meynung, daß Kaiser ihn hätte beym Worth nehmen sollen, und daß dann vermuthl[ich] Napoleon selbst zurückgetreten und uns bessere Bedingungen gemacht hätte, da er nicht zugeben kann, daß man größer, als 3r erscheine,

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