Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

1809 Január-Május

wird dieses nun zu einer gäntzlichen Unmöglichkeit, seit deine­ich Euer Majestät Befehle wegen der Stellung der 20.000 Re­kruten erhalten habe. Die Ausführung derselben gestattet mir nicht vor dem 12-ten von hier abzukommen, und ich hoffe dadurch, daß ich Ihre Befehle in Erfüllung bringe, weit mehr zu Erlangung Euer Majestät Wohlgefallens zu thun, als wenn ich selbe um meine Wünsche Ihnen darzubringen verzögerte. Letztere sind nun darum nicht weniger eifrig, und gehen sie gäntzl[ich] in Erfüllung, so wird in diesem und denen künftigen Jahren Ihnen all jenes Glück und Segen zu Theil werden, welches Sie in so hohen Maaße verdienen. Geruhen Euer Majestät mir auch in diesem Ihren neuen Lebensjahre jene Gnade und Freund­schaft zu erhalten, denen ich mich mehr und mehr verdient zu machen wünsche, so ist dieses in dieser Hinsicht alles, was ich zu erlangen trachte. Ich hoffe doch, daß obgleich ich jetzo nicht auf Euer Majestät Geburtstag in Wienn anlangen werde, ich doch kurtz darauf dort seyn werde. Sollten nicht besondere Um­stände eintreten, oder allerhöchste Befehle mich an meinen Posten binden, so gedenke ich am 13-ten dieses von hier abzu­gehen und den 14-ten, oder spätestens 15 abends in Wienn anzu­langen. Von hier werde ich über die Poststrasse zuerst nach Comorn, um den dort an Festung und Stadt von der Ueber­schwemmung verursachten Schaden besehen zu können. Er­stere soll zum Theil zerstöhrt, von letzterer soll gegen 300 Häuser eingestürtzt seyn. In Raab, Wieselburg werde ich mich auch aufhalten, um den durch das Wasser in dem Orte und umliegen­der Gegend verursachten Schaden erheben und Euer Majestät darüber Bericht abstatten zu können. Selber soll an Menschen, Vieh, Geräthschaften äusserst beträchtlich] seyn. So sehr uns auch das hohe Wasser auch hier verfolgte und noch nicht ab­fallen will, so ist doch der dadurch verursachte Nachtheil nicht mit obigen zu vergleichen. Heute frühe erhielte ich Euer Majestät Befehle wegen der Recroutenstellung und die Befehle hier­wegen an die Behörden werden zwischen heute und morgen ab­gehen. Alle gemeinschaftlichen] Anstalten zwischen dem Gene­ral-Commando und der königl[ich] hung[arischen] Statthalterey sind schon getroffen, und wie ich es Euer Majestät meldete, wird durch meine Anfrage kein Aufenthalt verursacht worden seyn. Sowohl ich, als auch der Commandirende Feldmarschall Allvintzy werden die Stellung auf das Nachdrücklichste betrei­ben, allein ich muß noch ferners erklären, daß wegen denen fast im gantzen Lande unterbrochenen Verbindungen und andern physischen Hindernissen es nicht mögl[ich] seyn wird, die ge­stellt werdende Reer outen bis Hälfte Märtz bey denen Regi­mentern eintreffen zu machen, ich halte dahero dafür, das es besser wäre, letztere nach ihrem jetzigen Stande ausmarschiren.

Next

/
Oldalképek
Tartalom