Domanovszky Sándor: József nádor iratai I. 1792-1804. (Budapest, 1925)

1798.

eintretende Kriegs Umstände zu Completirung der Regimenter und Errichtung der 4-ten Ba[taill]ons und 5-ten Div. eine beträchtliche Anzahl von Recruten erforderlich machten, dieselbe die nöthigen Anstalten treffen möchten, damit eine solche ehestens zusammen­gebracht werde. Allenfals könnte auch nach dem Antrage des FZM. Alvintzy hinzugefügt werden, daß E. M. die Söhne jener, so sich auszeichnen werden, oder sie selbst, wenn sie es wünschen, als Officiers bei diesen neuen Truppen anstellen, oder auch auf eine andere Art belohnen werden. Auf diese Weise glaube ich, daß Euer Majestät nicht nur die erforderliche Zahl von Recruten, son­dern vielleicht auch noch mehr erhalten werden. Was die 2,000.000 in Geld und V2 Million in Früchten, welche zum Unterhalt dieser Truppen erforderlich sind, betriff, so muß ich gestehen, daß so gern ich und ein jeder rechtschaffener Mann besonders bei jetzigen Zeiten wünschte E. M. Absichten vollkommen zu entsprechen, dennoch hier sehr viele Schwierigkeiten bei Ausführung des allerhöchsten Wunsches voraus zu sehen sind, wenn die Sache extra Diaetam bewerkstelliget werden soll, welche ich mir zur Pflicht halte E. M. bevor die Sache in Gang gebracht wird, vorzustellen. Durch einen Landtag liesse sich diese Sache sehr leicht be­werkstelligen, indem ein jeder die Sache in ihrem wahren Gesichts­punkte sehen und alles Mögliche anwenden würde, dieselbe durch­zusetzen. Da ich aber glaube, daß die Umständen vielleicht E. M. dahin bewegen werden, keinen Landtag halten zu wollen, so muß darauf gedacht werden, auf was Art man auch ohne diesen den gewunschenen Zweck erreichen könne. Vermög dem 189. Art. v. Jahr 1791 können von dem Könige ausser dem Landtage keine Sub­sidien gefodert werden, und obgleich ich wünschte, daß zu Ehre der hung. Nation dieser Artikel nicht bestünde, so könnte er doch in dem jetzigen Fall einigen weniger gutdenkenden Personen Aulaß geben E. M. Willen zu hintertreiben und die Stände dahin zu bringen, die 2,000.000 zu verweigern, welches äusserst unange­nehm wäre. Eine andere nicht mindere Schwierigkeit ist der in Hungarn bestehende Geldmangel und die daraus folgende Frage, wie man nämlich (da die 2,500.000, welche zum Unterhalt der neuzuerrich­tenden Truppen bestimmt sind, richtig abgeführt werden müßten) die etwa aushaftenden Rückstände betreiben und einbringen könnte, indem man in dem jetzigen Falle zu diesem Ende kein gesetz­mässiges Mittel an der Hand hätte und zu befürchten wäre, daß die Rückstände sich häufen möchten. Ueberhaupt wäre es gewagt ein solches Begehren an die Stände zu machen, ohne die Gemüther vorzubereiten, da man nicht voraussehen kann, wie sie es aufnehmen werden, und es eine üble Wirkung hervorbringen würde, wenn sie nichts, oder doch sehr

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