Hajnal István: A Kossuth-emigráció Törökországban, I. kötet (Budapest, 1927)
IRATOK
kannten, aber auf richtig Ergebenen, geneigtest zu empfehlen und meine lebhafteste Theilnahme zu versichern. — Und Sie, mein Hochverehrter Herr Gouverneur, hegen Sie die feste Uberzeugung,, dass ich jetzt mit aller Rüstigkeib für Sie wirken werde und dass ich für Sie gerne bereit bin, wenn es sein muss, auch mein Leben in die Schanze zu schlagen. Ich bin nach der reiflichen Prüfung des jetzigen Standes der Dinge vollkommen überzeugt, dass Sie noch eine grosse und gewichtige Zukunft haben. Verzweifeln Sie ja nicht darum, Sie sind in der vollen Kraft Ihrer Person und die gespannteste Hoffnung eines nach seiner Freiheit und Unabhängigkeit mehr denn je dürstenden Volkes. Mit dem tiefsten Unwillen und Schmerz habe ich schon hier noch vor dem Empfang Ihrer geneigten Zuschrift von den Mordplänen Österreichs vernommen. Sämmtliche Staatsbeamte, die davon in Kenntniss gesetzt waren, haben mir die feste Versicherung gegeben, dass man alle nur erdenklichen Vorsichtsmassregeln für Sie treffen werde und dass man in Kutahieh namentlich weder österreichische, noch russische Agenten dulden werde. Gott schütze Ihr theueres Leben und erhalte es zum Heile und Segen der guten, gerechten Sache! Ein baldiges Frühlingsmorgen der Freiheit! In steter Ehrerbietung . L. Boekh,. Major. Ich habe die Absendung dieser Depesche aufgehoben, weil ich es durchaus für nothwendig hielt, sie nicht durch irgend eine zweideutige Post, sondern durch einen sichern Courier abzusenden. Sie finden beiliegend einen Brief an mich, den Ali Pascha dem H. Brown dictirte, in der Absicht, dass Sie von den leitenden. Prinzipien des türkischen Gouvernements in Kentnis gesetzt werden. 1 Der Brief bedarf keines Commentars, Sie werden darin den fremden Einfluss nicht verkennen; aber umsomehr bestärkt werden, wie unvermeidlich wir auf die Unterstützung der quasi befreundeten Mächte zu rechnen haben. Das Volk nur, und immer das Volk l Reschid Pascha hat mir durch Baron Tecco sagen lassen, dass jedenfalls für die Herren Subaltern-Offfciere wie auch für sämmtliche Mitglieder der Emigration auf das menschenfreundlichste gesorgt werden solle; man wird den in meinem Briefe ausgedrückten Wünschen bestens nachkommen. ^ Boekh Darf ich mir die Frage erlauben, ob Koseielski eine Mission von Ihnen erhalten ? Er ist nicht einmal bei mir gewesen. Er ist. mein Schulcamerad, aber ein Anhänger Cz[artoriskis] et Z [amoyskis]. L. B._