Hajnal István: A Kossuth-emigráció Törökországban, I. kötet (Budapest, 1927)
IRATOK
Weise orgariisiren und leiten lassen. Das türkische Gouvernement ist nicht so blind, die nahmhaften Vortheile zu verkennen, die aus einer solchen Colonisation für das Reich entspringen; es wird uns gewiss in unseren Bemühungen Vorschub und Hülfe leisten, aber auf einer Weise, wodurch es sich nicht zu offen den Diatriben einer ihm feindseligen Politik aussetzt. Menagiren wir daher möglichst die türkische Regierung und sehen wir uns .zunächst selbst nach einem für unsere Absichten erspriesslichen Orte um, die Türkei wird uns alsdann schon nicht ihre Unterstützung versagen. Ich werde mir alle mögliche Mühe geben, Sie in Broussa zu sehen, um ausführlich über diesen Gegenstand zu sprechen und Ihre weiteren Befehle entgegen zu nehmen. Bei Baron Tecco bin ich mehrmals gewesen; er hat mir über so Manches Auskunft gegeben, doch nicht so deutlich, wie ich es wünschte. Die Ordensangelegenheit habe ich auf eine entsprechende Weise erledigt. 1 Es wird ihm eine hohe Ehre sein, von Ihnen den ungarischen Verdienstorden zu empfangen. Sie wollen daher geneigtest ihm denselben vielleicht mit einem Begleitschreiben zukommen lassen. Er empfiehlt sich hochachtsungvoll Ihrem geneigten Andenken. Gestern ist Herr Bolliac, Wallache, den Sie gewiss kennen, bei mir in Bebek gewesen. Er ist seit 5 Monaten hier und, wie er meint, in einer sehr peinlichen Lage. Dem türkischen Gouvernement soll nehmlich ein Brief General Berns an Omer Pascha zu Händen gekommen sein, — auf welche Weise, ist nicht zu erforschen, — wonach Bolliac der Überbringer höehstansehnlichen Geschenks, (man sagt, sogar der ungarischen Krone,) für Omer Pascha gewesen sein soll. H. Szemére soll dies noch während seiner hiesigen Aufenthalts bekräftigt haben. Er will mehrmals an Sie geschrieben haben und wünscht sich Ihrem geneigten Andenken zu empfehlen, mit der Bitte, dass im Falle Achmed Effendi im Auftrage seiner Regierung bei Ihnen die nothwendigen Erkundigungen einziehen sollte, Sie die Thatsache gefälligst constatiren, dass nehmlich nichts derartiges geschehen sei. Er meint, dass sein und Omer Paschas Leben gefährdet sei. — Er behauptet ferner, dass die Stimmung der Serben und Wallachen eine für uns höchst günstig sei. Sie werden nach Ihrem weisen Ermessen thun, was Sie für gut finden ; ich halte von dem Menschen nicht viel. Durch Herrn Baron Tecco habe ich erfahren, dass Ihre Frau Gemahlin nach Überwindung unsäglicher Leiden glücklich bei Ihnen angelangt ist. Darf ich mir erlauben, um einige Data hierüber zu bitten und wollen Sie es gestatten, dass auf entsprechende Weise franz. und engl. Journale davon Kenntniss nehmen ? — Haben Sie die Gewogenheit, derselben mich, den zwar Unbe-