Jánossy Dénes: A Kossuth-emigráció Angliában és Amerikában 1851-1852, I. kötet (Budapest, 1940)

Okirattár

Veranlassung gegeben haben — einfache Menschen nehmen die Sachen wie sie mit der Nase daraufstossen. Herr Gouverneur! ich lieferte hiemit nur eine gedrängte Darstellung meiner jüngsten Vergangenheit, welche mich vom Beginn bis jetzt Hochdero Vertrauens würdig erhielt. Ich bin kein Mann der vielen Worte, aber auch keiner der übereilten Taten. Bei jeder meiner Handlungen muss ich rechtlichen Weg haben, und ein ehrenvolles Ziel vor mir sehen und dieses Ziel muss mir deutlich bezeichnet sein. Ich hasse meine Feinde, stehe denselben aber am liebsten mit den" Waffen in der Hand gegenüber. Herr Gouverneur! ich weiss für welche grosse Sache Sie kämpfen, und dass Sie allgemeines Menschenwohl bezwecken. Ihre Sache ist auch die Sache meines Vaterlandes, welcher ich treu und muthig unter Ihrer Fahne bis zum Tode dienen will, und ich beweine die schönsten Jahre meines Lebens, welche ich der Schand-Dynastie weihte. Herr Gouverneur! ich habe mich Hochdero Diensten ge­weiht, ich will meinen Namen an Ihren ketten, denn nur in diesem ist mir die Bahn des Ruhmes, der Ehre und allgemein ehrenden Anerkennung offen. Was ich im Felde der Politik nicht durchgreifend, glaube ich doch der Vorsicht nicht zu entrathen, sie muss, bis nicht der Ruf „zu den Waffen!" erschallt, zur Schonung von Menschenleben und zur Vergewisserung unseres Sieges, die Leiterin sein; diess habe ich erkannt und bis jetzt darnach gehandelt. Herr Gouverneur! so wenig ich gleich in Hochdero erstem Zuschreiben einen so scharfen Verweis erwartet hätte, welchen ich in Gehorsam annehme, so kann ich zu meiner Rechtfertigung sagen; dass ich hierorts mit den Verhältnissen und Personen ganz unbekannt ankam. Die einzige Familie, an welche ich mich wendete war mir von Ungarn aus einem sichern Hause rekom­mandiert; dieselbe hat mein Vertrauen vollkommen gerechtfer­tigt und mich an Sie geleitet; ich machte dort nicht mehr be­kannt als zu meiner Legitimirung nöthig war, um mit österrei­chischem Pass nicht als Polizei-Spion zu gelten und man war Anfangs wirklich etwas misstraurisch gegen mich, was mich in der guten Meinung an diese Familie bestärkte.

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