Borsa I.: Die Lage des ungarischen Archivwesens nach 1945.
ainee weiteren Ausbaues bedarf, damit unsere -rchive ihre. Aufgaben auch völlig bewe.ltigen können* Durch diesen Ausbau raüssten nicht nur die Probleme der In Arehivverwahriw; noch nicht übernommenen Akten gelöst werden, sondern es müsste auch von de-n nach der Befreiung entstandenen Akten innerhalb de-s Archivs - und solche werden in Zukunft standig an Quantität zunehmen - gesorgt wjrden. Darum scheint es notwendig, neben dem Staatsarchive ein neues Zentralarchiv zur Übernahme der nach 1945 erwachsenen Akten der Ministerien und anderer Zentralstellen zu organisieren. Im Falle der territorialen Archivj ab^r wäre es erwünscht, in einem jeden Archiv zwei Abteilungen aufzustellen, eine für die Bestände des feudalen und bürgerlichen Zeitalters und eine für Bestände aus der &eit der Volksdemokratie* Diese letztere würde die mit dem Schutz der ausserhalb des Archivs befindlichen Akten zusammenhangenden Aufgaben verrichten* Unsere Archive verrichten neuartige Aufgaben nicht nur durch den aktiven Schutz der noch nicht übernommenen :A:ten,man erhebt ihnen gegenüber auch bei Bearbeitung der übernommenen Bestende höhere ä/nsorüche* Als erstes rnuss die Frage der Verzeichnung der Bestände erwähnt werden. 'Tie bereits gesagt, ist es vor der Zeit der Befreiung nicht zu einer allgemeinen Verzeichnung der Bestände gekommen* Nur zu einigen grösseren Archivkörpem wurden Auf Stellungsverzeichnisse verfertigt /detailliert.*oder zusammengezogen/, im allgemeinen hatte nur der betreffende Archivbeamte genaue Kenntnisse über sein .'rchiv oder seine Archivabteilung, diese nahm er dann mit sich ins Grab und der Nachfolger musste es wieder von vorne anfangen. Ausserdem hatte der Leiter des Archivs keine Übersicht über die Bestände in der Hand* .Die Fra^e der Verzeichnung der Bestände tauchte der schon vor/Befreiung auf, wurde aber nur nach dem Jahre der Wendung gelöst. Im April 1949 bekam das Staatsarchiv eine neue Direktion, die ihre wichtigste Aufgabe darin