Mitteilungen des K. K. Archivrates 1. (Wien, 1914)

Kleinere Mitteilungen

Kleinere Mitteilungen. 279 1837, ein Meisterbuch 1760 bis 1836, ein Patentbuch 1786 bis 1813, ein Rechnungsbuch 1801 bis 1856, zahlreiche Lehr- und Gesellen­briefe 1760 ff., Quittungen, eine Feuerlöschordnung u. a. Die älteren Rechnungen sind durch eine Feuersbrunst vom 29. Juni 1801 vernichtet worden. Von neueren Akten wäre noch das Gedenkbuch der »Bischof- Teinitzer National-Garde« 1848/49, dazu ein Messingsiegelstock derselben (1848) zu erwähnen. 2. Dobrzan. In der Stadt Dobrzan nimmt sich außer dem Bürgermeister Joset Glaas namentlich der eifrige Lokalforscher und Chronist Lehrer Franz Andreß der Archivs- und Museumssachen mit unermüdlicher Sach­kenntnis an. Außer prähistorischen Fundstücken der dortigen Gegend besitzt Lehrer Andreß eine Original-Pergamenturkunde (Bestätigung des letzten Chotieschauer Propstes P. Paul Nowak durch Maria Theresia) vom Jahre 1780. Die städtischen Dokumente sind in einer eisernen Truhe, die Akten, geordnet und mit Umschlägen versehen, in einem Holzschranke unter­gebracht. Beide (Truhe und Schrank) stehen in einem Zimmer des Rat­hauses, das als künftiges Museum eingerichtet werden soll. Von den Original-Pergamenturkunden enthalten jene von 1649 und 1663 Käufe und Tauschverträge, jene von 1652 (2) und 1794 Jahrmarkts- und andere Privilegien. Außerdem ist eine deutsche Übersetzung des (lat.) Privilegs von 1378, nach dem Pilsener Stadtbuche verfaßt, ferner ein Weglaßbrief (Orig. Perg.) der Stadt Buchau vom Jahre 1568 vor­handen. An Büchern finden sich: ein Rainungsbuch von 1610 bis 1713, ein Waisenbuch 1624 bis 1755, ein Ehekontraktenbuch 1643 bis 1764, ein Kauf- und Kontraktenbuch 1665 bis 1725 und ein Raittungsbuch 1725 bis 1726. Von Akten sind zu erwähnen: ein Streitvergleich zwischen der Stadt und der Obrigkeit (Chotieschau) 1716, mehrere Rechnungen, meist aus dem 18. Jahrhundert. Außerdem sind zwei Siegelstöcke der Stadt vorhanden. 3. Leskau. Die Archivalien der Stadt Leskau (politischer Bezirk Plan) sind stark beschädigt, haben durch Motten, Mäuse und Feuchtigkeit viel ge­litten und sind auch jetzt noch ungenügend aufbewahrt. Die Truhe mit den Dokumenten steht in einem feuchten Nebenlokale der Bürgermeister­amtskanzlei. Der Bürgermeister Franz Lotter stellte eine bessere Ver­wahrung der Archivssachen in Aussicht.

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