Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Dritte Folge, 1911)

Gentz und Fasbender. Ungedruckte Briefe aus der Zeit von 1802 bis 1808. Mitgeteilt von Major Jacubenz

88 Jacubenz. Bubna1), Vincent2), Stutterheim3), W állmodén4) etc., eingeschlossen, 1809 kämpfte er bei Aspern und Wagram, 1813 als General der Kavallerie bei Leipzig, war dann Kommandant des Blockadekorps vor Dresden, wo die Franzosen unter St. C y r am 7. November 1813 vor ihm kapitulierten. Klenau starb als kom­mandierender General von Mähren und Schlesien zu Brünn am 6. Ok­tober 1819. *) Ferdinand Graf Bubn a, geboren 1768, war seit 1805 General­major und Kommandant der Kavalleriebrigade in Prag. Dieser ausge­zeichnete Offizier erwarb sich in der Schlacht bei Leipzig das Bitterkreuz des Maria Theresien-Ordens. Er entwickelte aber auch besondere diplo­matische Talente; nach der Einnahme von Paris war er Generalgouvemeur von Piemont, Savoyen und Nizza, österreichischer Gesandter in Turin und Kommandant der österreichischen Truppen in Piemont, hierauf als Feld- marschalleutnant Oberkommandant in der Lombardei. 1821 unterdrückte er durch den raschen Einmarsch seiner Truppen die Bebellion in Piemont. Gleich hervorragend als Truppenführer und Staatsmann, starb Bubna in Mailand am 5. Juni 1825. 2) Karl Freiherr von Vincent, geboren 1757, war im Jahre 1806 Generalmajor und rückte später bis zum General der Kavallerie vor. Ein tapferer Soldat, zugleich gewiegter Diplomat, verband er mit einem klaren Geiste, große Gewandtheit. Seit 1807 wiederholt mit diplo­matischen Aufträgen entsendet, war er nach den Befreiungskriegen bis 1825 außerordentlicher Botschafter am französischen Hofe, trat nach 50jähriger Dienstzeit in den Buhestand und starb zu Biancourt in Lothringen am 14. Oktober 1834. Im Feldzuge 1805 bei der Armee in Italien unter Erzherzog Karl eingeteilt, erhielt er für sein ausgezeichnetes Verhalten als Kommandant der Arriéregarde das Kommandeurkreuz des Maria Theresien-Ordens. 3) Karl von Stutterheim, geboren 1774 in Dresden, trat frühzeitig in die kaiserliche Armee und zeichnete sich schon als Ober­leutnant 1793 im Kriege gegen Frankreich aus. Tüchtig vorgebildet, begabt und tapfer, avancierte er rasch und war 1805 bereits Oberst. In den Jahren 1803 und 1804 zu wichtigen diplomatischen Sendungen nach Petersburg verwendet, 1806 und auch später mit ähnlichen Missionen betraut, wußte er diese stets mit großer Geschicklichkeit auszuführen. An dem Feldzuge 1809 nahm er als Generalmajor teil und erhielt für besondere Tapferkeit das Bitterkreuz des Maria Theresien-Ordens. Ein tragisches Geschick wollte es, daß er am Tage seiner Er­nennung zum Feldmarschalleutnant, 13. Dezember 1811, erst 37 Jahre alt aus dem Leben schied. Stutterheim war mehrfach schriftstellerisch tätig. *) Ludwig Graf Wallmoden-Gi inborn, geboren 1769 in Hannover, diente anfangs in der preußischen Armee und wurde für sein

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