Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)
II. Kapitel. Von der Eröffnung des Feldzuges bis an den Tag bei Pordenone (1. bis 15. April)
56 Tiroler Jäger i Bataillon 750 Pustertal, Golnslau(P) 1 Bataillon 750 Pustertal, Minuzzi-Dragoner 450 Mann Innsbruck, Kinkel 2 Bataillone 1500 Mann Innsbruck, König-Dragoner 2 Eskadronen Innsbruck, zusammen rund 6010 Mann Infanterie, 700 Pferde. In Dalmatien waren im Lande als Garnisonen, die aber sich gegen die Grenze sammelten: 81. Linienregiment 3 Bataillone Zara, 18. leichtes 3 Bataillone Sebenico, 15. Linienregiment 3 Bataillone Trau, ix. Linienregiment 3 Bataillone Spalato, 8. Linienregiment 3 Bataillone Macarsca, 23. Linienregiment 3 Bataillone Stagno, 60. Linienregiment 3 Bataillone Cattaro. Sie bildeten zusammen 9700 Linien, 5000 Mann Dalmatiner Miliz. So war der Zustand und die Aufstellung bei dem Heere anfangs April. Der Erzherzog verließ am 4. April Graz und reiste über Cilii nach Laibach, um die Landwehr und die gemachten Arbeiten zu besichtigen 1). Von Laibach durch das Sautal nach Villach, wo er den 7. abends anlangte und den FML. Chasteler antraf. Die anbefohlenen Bewegungen waren bereits ausgeführt worden und die Truppen langten an die ihnen vorgeschriebenen Sammelplätze. Der Erzherzog bestimmte den FML. Chasteler zur Führung der Operationen nach Tirol, weil er seine Landeskenntnisse, militärischen Eigenschaften kannte und mit voller Beruhigung damit rechnen konnte, daß er das ihm aufgetragene Geschäft vollkommen ausführen würde. Baron Hormayr wurde ihm als Intendant beigegeben, er kannte die Verhältnisse Tirols und war der einzige, der’ nach dem Erzherzog alle Einverständnisse in diesem Lande kannte, durch dessen Hände alle Vorbereitungen gegangen, der das ganze Geschäft bearbeitet hatte. Ihm wurden als Unterintendant Menz und Roschmann beigegeben. General Buol wurde zur Organisierung der Milizen in 3) Den 5. traf er in Laibach ein, wo er sich von der Unbrauchbarkeit der 4 Neustädtler Bataillone überzeugte und gleiches von den 4 Adelsbergern erfuhr. Die Untätigkeit der dort aufgestellten Behörden hatten sie mit nichts versehen, erst jetzt mußten sie gekleidet und geordnet werden. Was die Arbeit in Laibach betrifft, so war der Schloß- und der Goldberg vorgerückt und ersterer haltbar.