Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)
III. Kapitel. Von dem Tage bei Pordenone bis zu dem Rückzuge von der Etsch, vom 15. April bis zum 1. Mai
87 kommenden Bäche in der Strecke von Bussolengo bis Ronco in diesen Fluß. Ungefähr in der Mitte dieser Strecke nähert sich der Gebirgszweig, welcher die Wasser der Val Pan- ten a von jenen der Seitentäler der Val Polesella trennt, bis an die Etsch ; auf seinem letzten Abfalle liegt das Schloß San Felice. An seinem Fuße, an beiden Ufern der Etsch, Verona. Bei dieser Stadt trennt sich ein Graben, il Fibbio, welcher der unteren Gegend Wasser zuführt und bei der Chiavica del Cristo wieder in die Etsch fällt. Die Wasser des Chiampo, Vanganella (der Alpone), Tramegna vereinigen sich bei Villanova und bilden den Alpone, der unterhalb Ponte Zerpa nach einem Laufe einiger Stunden, da sich in die Etsch ergießt, wo dieser Fluß sich südlich wendet. Von seiner Vereinigung an kann er als Defile gerechnet werden. Die ganze Strecke zwischen Verona, dem Alpone und den Gebirgsabfällen bildet ein breites Tal, durchschnitten durch Gräben und Kanäle; zwischen dem Einflüsse des Fibbio, jenem des Alpone in die Etsch und Villanova, in diesem Dreiecke ganz Morast, bekannt unter dem Namen der Zerpanischen Sümpfe. Kein Weg führt über diese, als längs der Etsch und dem Alpone. Die Hauptstraße von Vicenza auf Verona setzt bei Villanova auf einer steinernen Brücke über den Alpone und führt über Caldiero, San Martino fast in gerader Richtung dahin. Die obenbeschriebenen Gebirgszweige bieten für einen gegen Verona vorrückenden sowie auch dahin sich zurückziehenden Feind allenthalben Aufstellungen, die, wenn nach kurzem Regen die Bäche anlaufen und austreten, oft schwer oder gar nicht anzugreifen sind; solche sind bei Verona, auf dem Gebirge bei San Felice, bei San Martino für einen der gegen Verona rückt, links an den Fibbio gelehnt, rechts mit dem Gebirge, bei Caldiero und Villanova und Soave. Unter allen ist jene bei Caldiero die vorzüglichste; sie bietet beiden Teilen gleiche Vorteile und ist, um Verona zu decken, fast stärker, als um sich einem von dort anrückenden Feind entgegenzustellen. Jener Zweig, welcher sich vom Monte Bolca löst und das Tal der Tramegna von jener des Progno d’ Illasi trennt, bildet sie; zuerst fällt er sanft ab, dann erhebt er sich wieder, bei dieser Umsattlung liegt östlich Cazzano, west