Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

III. Kapitel. Von dem Tage bei Pordenone bis zu dem Rückzuge von der Etsch, vom 15. April bis zum 1. Mai

88 lieh Cellore und durch dieselben getrennt Illasi. Nun zieht er südlich weiter fort, bildet einen tiefen Hohlweg und trennt sich dann in zwei Zweige. Der östliche fällt kurz gegen das Tal ab, an seinem Ende das Dorf San Vittore. Es scheint, daß der unweit davon in vielgesagter Dichtung liegende Monte Bissone noch dazu gehört. Dieser ist ziem­lich erhoben, steil, östlich abfallend. Der südliche behält anfangs seine Höhe, fällt dann ab, bildet zwei getrennte Hügel und verliert sich ganz in die Ebene, die ganz mit Wassergräben und dem Fibbio durchschnitten ist. Zuerst liegt auf diesem Zuge oberhalb Illasi die alte aber noch feste Burg Illasi, dann gegen das Ende des südlichen, gänz auf der Höhe das Dorf Colognola mit der Kirche, rückwärts der zwei getrennten Hügel das Dorf Caldiero, zwischen diesen zwei und dem Gebirgszvveige führt die Straße durch. Die Stellung bei Caldiero ist in jedem Falle, mit dem einen Flügel an dem Hohlweg, die Front längs der Höhe des Gebirges fortlaufend, über Colognola, die zwei getrennten Höhen bis an den Fibbio und die Etsch stark, nur mit dem Unterschiede, daß in einem Falle (wenn Front gegen Verona gemacht wird), Caldiero, Gombione und Sabionara, in dem anderen San Vittore, Monte Bissone oberhalb, Castelletto, Madonna di Stra, Chiavica del Cristo unterhalb, dazu ge­hören. In jedem Falle sichert die Burg Illasi den einen Flügel. Wenn man auf der Höhe bei Colognola steht und gegen Osten sieht, so stellt sich zunächst das Tal von Tramegna dar. Jenseits dieses der Gebirgszweig, weicherobengenanntes Tal von jenem des Alpone (Vanganella) trennt; zuerst weit nördlich der Monte Bolca, kenntlich an seiner kegelförmigen Gestalt, dann näher Bellocca; von hier senkt er sich immer mehr bis an den Monte Bastia nächst Cazzano. Von diesem wieder zum Monte Cerino; auf diesen folgen zuerst das alte Castelcerino, dann der Monte Lucca, Foscarinetto, Foscarin, von welch letzterem das Gebirge gegen den Zusammenfluß des Alpone und der Tramegna ganz abfällt. Vom Monte Bastia aus ist es zwar noch hoch, doch sanft abfallend, die Abstufungen ausgedehnt, voll dazwischen liegenden kleinen Tälern und Schluchten. Von Cazzano abwärts liegen am Fuße dieser Gebirge Costeggiola und eine halbe Stunde

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