Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 3. (Dritte Folge, 1904)
Major Semek: Die Artillerie im Jahre 1809
Die Artillerie im Jahre 1809. 103 Beim 1. und 2. Korps war die Zusammenstellung der Artillerieausrüstung seit 9. März beendet, doch konnten nur 3 sechspfündige Brigadebatterien und 1 Kavalleriebatterie an das 1. Korps abgesendet werden, weil für alle übrigen G-eschütze und Fuhrwerke beider Korps die Bespannung teils fehlte, teils noch nicht formiert war. Von den Handlangerkompagnien waren erst zwei gebildet, da von den 1000 nach Graz bestimmten Rekruten erst 214 eingerückt waren1). Zum 3. Korps, dessen Ausrüstung ebenfalls schon bereit stand, waren am 9. März 1 dreipfündige und 2 sechspfündige Brigadebatterien, dann 2 Kavalleriebatterien abgegangen, denen mit 11. März 1 dreipfündige und 2 sechspfündige Brigadebatterien sowie 3 sechspfündige Positionsbatterien gefolgt waren. Für die übrige Ausrüstung fehlte die Bespannung. An Handlangern konnten erst 2 Kompagnien formiert werden, da die mährischen Rekruten noch nicht vollzählig, die galizi- schen noch gar nicht eingerüekt waren. An das 4. Korps, welches seine Artillerieausrüstung von der bestandenen ungarischen erhielt, wurde am 17. März der letzte Teil der Ausrüstung von Wien abgesendet. Uber das 5. Korps sind die Verhältnisse nicht angegeben. Der Ausrüstung des 1. Reservekorps mangelte nur die Bespannung, ebenso der des 6. Korps und 2. Reservekorps. Für jene der beiden letzteren waren erst 120 Pferde voi’handen, hingegen war die Errichtung der Handlangerkompagnien für dieselben im besten Fortschritte. Das Korps in Galizien war zum gröiäten Teile von früher schon ausgerüstet, die Ergänzung aus Wien am Marsche dahin. Verzögert wurde nur die Absendung der Batterien aus Olmütz, da deren Bespannung noch nicht komplett war. Die Ergänzungen für das 8. Korps rückten aus Wien am 14. und 16. März ab, jene für das 9. Korps am 15. desselben Monats2). Die Bespannungen jenes Teiles der Ausrüstung beider Korps, welcher in Graz aufgestellt wurde,, waren seit 11. März vollzählig, von den Handlangern war der größte Teil ein>) K. A., H. K. R. 1809, K. 12, 45/23. 2) K. A., H. K. R. 1809, K. 12, 45/48.