Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - C. Die Uhlanen-Regimenter Nr. 1-8, dann 11-13

— 356 — 1794 bestand diese Division ein Gefecht bei Landrecies (16. April) und vereinigte sieh dann mit den beiden anderen auf den Kriegs-Schauplatz nach­gerückten Divisionen, welche die Schlacht hei le Cäteau mitgemacht hatten. Später nahm das Regiment an einigen Gefechten an der Sambre, dann den Schlachten von Charleroi und Fleurus theil; die Majors-1. Escadron noch an der Vertheidigung von Lüttich. 1795 focht das Regiment mit besonderer Tapferkeit hei Erstürmung des verschanzten Lagers vor Mannheim (Neckarau), wo sich Rittmeister Fürst Friedrich Schwarzenberg1) auszeichnete; ebenso Oberlieutenant Zerboni bei der Vertheidigung von Edigheim. 1796 stand das Regiment am Ober-Rhein und nahm theils vereint, theils abtheilungsweise an den Gefechten bei Schwetzingen, Franken thai und Rastatt, später an den Schlachten bei Teining-Amberg und Emmendingen theil. Im December kam das Regiment zu der Belagerung von Kehl. Oberstlieutenant Peter Freiherr von Dienersberg sich bei Emmen­dingen, Rittmeister von Sardagna als Führer eines Streif-Commandos besonders ausgezeichnet. 1797 rückte das Regiment nach Tyrol, dann nach Kärnthen, kam aber nicht mehr vor den Feind. Dragoner-Regiment Nr. 10. 1799 stand das Regiment auf dem Kriegs-Schauplatz in Italien und focht mit Auszeichnung bei Verona und Magnano; vorübergehend bei der Belagerung von Tortona verwendet, zeichnete sich das Regiment bei Marengo (S. Giuliano), sowie in der Schlacht an der Trehbia aus. Abtheilungen desselben fochten noch bei Novi, Fossano (Savigliano), Pinerolo, Castelletto, Madonna del’Olmo, Centallo, Beinette, endlich bei Genola, wo das Regiment erneuert Proben seiner Tapferkeit ablegte. Regiments-Commandant Oberst Marquis von Sommariva für Aus­zeichnung bei Magnano mit dem MTO. decoriert. 1800 fochten Abtheilungen des Regiments bei Ivrea (Strambino), Casteggio, Marengo, sowie später bei Valeggio. Rittmeister Simon von Sardagna, welcher sich schon in den früheren Feldzügen und erneuert bei Casteggio ausgezeichnet hatte, erhielt den MTO. (1802). Chevauxlegers-Regiment Nr. 3. O’Reilly. 1805 hatte das Regiment seine Eintheilung im Corps Kien­mayer (am Inn) und focht später unter Oberst Graf Degenfeld mit Aus­zeichnung bei Austerlitz. Regiments-Inhaber FML. O’Reilly für Auszeichnung bei Caldiero mit dem Commandeurkreuz des MTO. decoriert (Ritter seit 1801).' 1809 war das Regiment auf dem Kriegs-Schauplatze in Deutschland und stand in der Division Jellaoic im. Salzburgischen, wo Abtheilungen desselben sich an den Gefechten bei Waging und Anthering betheiligten. Bei dem weiteren Rückzuge dieser Division verblieb nur eine Escadron bei der­selben* 2), die übrigen 7 stiessen zu der Haupt-Armee im Marchfelde und focht das Regiment mit besonderer Auszeichnung bei Aspern, dann bei Wagram. (Die zweite Majors-Division vorübergehend im Brückenkopf von Pressburg detachiert). Regiments-Commandant Oberst Freiherr von Rothkirch wurde für Auszeichnung bei Aspern aussertourlieh zum General-Major befördert. 1812 im Auxiliar-Corps Schwarzenberg eingetheilt, focht das Regiment bei Podubnie, Ploska, Krimini (Wizwa) und Gnidawa. Durch einen Ueberfall der Russen auf das Lager des Regiments hei Nieswiez erlitten 3 Escadronen bedeutende Verluste an Gefangenen. >) Bruder des späteren Eeldmarsclialls. Erlag den hiebei erhaltenen Verwundungen. 2) Ein Zug in Tyrol detachiert. Diese Abtheilungen vereinigten sich später mit der Armee des Erzherzogs Johann.

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