Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - C. Die Uhlanen-Regimenter Nr. 1-8, dann 11-13

- 357 1813 auf dem Kriegs-Schauplatz in Deutschland stehend, focht das Regiment bei Dresden; Abtheilungen bei Freiburg, an der Flöha, bei Chemnitz und Penig. Mit Auszeichnung kämpfte das Regiment bei Liebertwolkwitz, sowie bei Leipzig. Oberstlieutenant Fürst Alfred Windisch-Graetz erwarb sich hier den MTO. (mittlerweile als Oberst zu Constantin-Cürassieren Nr. 8 transferiert). 1814 in der leichten Division Moriz Liechtenstein eingetheilt, nahmen Ahtheilungen des Regiments an den Gefechten bei Salins, Maisons-blanches, Morét, Villemaure, Troyes u. A. theil. 1815 war das Regiment zum 1. Reserve-Corps bestimmt, gelangte jedoch nicht mehr auf den Kriegs-Schauplatz. Erzherzog Ferdinand Max. 1848 stand das Regiment in Sieben­bürgen und gelangte meist nur abtheilungsweise zur Verwendung. Die Oberstlieutenants- 1. und erste Majors-2. Escadron zersprengten das bei 1000 Mann starke Insurgentenlager bei Radnótii; die zweite Majors- 1. Escadron focht im Verbände der Colonne Urban hei Vajda-Szent-Ivány und Szamos- Ujvár; andere Abtheilungen waren bei der Einnahme von Klausenburg, dem Treffen bei Deés (die erste Majors-Division sich ausgezeichnet) und dem Gefechte bei Csúcsa; die Oberstlieutenants-2. Escadron betheiligte sich an dem Zuge gegen Arad, mit den Gefechten bei Lippa und Arad1). 1849 fochten die Oberst- 2. und zweite Majors -1. Escadron bei Gálfalva, diese und die Oberstlieutenants-Division bei Hermannstadt und zeichnete sich das später vereinigte Regiment bei Salzburg aus. Bei Mühlen­bach nahm Rittmeister Graf Alberti ein grösseres feindliches Commando gefangen; zwei Divisionen (Oberst- und erste Majors-) fochten hei Szászváros und Piski, das Regiment bei Mediasch. Auf dem Rückzuge nach Kronstadt bestand es noch einige kleinere Affairen bei Sárkány und Zeiden, kam dann in die Walachei und machte die Expedition in das Banat mit, wo die Oberst- Division an der Vertheidigung von Weisskirchen theilnahra. Im Sommer-Feldzuge focht das Regiment bei Szemerja und Bükszád. Detachierte Commanden nahmen an der Vertheidigung der Festung Carlshurg, sowie an jener von Temesvár theil, endlich nahm ein Ergänzungs-Transport unter Unterlieutenant Heinz, im Verbände der Colonne Urban, an den meisten der von dieser Abtheilung bestandenen Gefechten theil und führte auch selbstständig einen gelungenen Ueberfall bei Maros - Vásárhely aus. Eine aus Ergänzungs-Abtheilungen zusammengesetzte Division hatte sich, der unterbrochenen Verbindung mit Siebenbürgen wegen, an die Süd-Armee des Banus angeschlossen und bestand in derselben im Juli einige kleinere Gefechte. Für Auszeichnung in diesen Feldzügen wurden decoriert mit: LO. Major Friedrich Graf Alberti de Poja. EKO. 3. Oberstlieutenant Carl Freiherr von Bus sek; die Rittmeister Ludwig Bolheritz, Emil Freiherr von Bechtold; die Oberlieutenants Ludwig von Hepperger, Carl Stein von Nordenstein und Johann Heinz. MVK. Oberstlieutenant Freiherr von Bussek; die Rittmeister Emerich von Babarczy, Emil Freiherr von Bechtold; die Oberlieutenants Hermann Bartsch und Carl Apfler. 1859 erhielt Rittmeister Georg Graf Thurn-Valle-Sassina für Aus­zeichnung im Adjutanten-Corps nachträglich das MVK. Uhlanen-Regiment Nr. 8. 1866 mit 5 Escadronen in der 1. Reserve - Cavallerie - Division der Nord-Armee eingetheilt, mussten sich 2 Escadronen hei Gervena-Hora, von Uebermacht angegriffen und umzingelt, mit bedeutenden Verlusten durch­schlagen ; das Regiment focht bei Königgrätz und Göding. ______■* * *) An diesem Zuge betheiligten sich auch jene 80 Mann „rumänischer Lanzenreiter”, welche der Commandant dieser Escadron, Kittmeister Graf Alberti, aus dem Landsturm dieser Nation formiert hatte.

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