Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - C. Die Uhlanen-Regimenter Nr. 1-8, dann 11-13

Sachsen-Gotha. 1734 auf dem Kriegs-Schauplatz in Italien stehend, focht das Regiment bei Colorno, Parma, Quistello und Guastalla. 1735 stand es in Ober-Italien und Tyrol, ohne Gefecht. 1737—1739 an dem Kriege gegen die Türken nicht betheiligt (in der Lombardié verblieben). 1741 aus Italien nach Oesterreich gerückt, machte das Regiment den Winter-Feldzug 1741/42 in Ober-Oesterreich und Bayern mit. 1743 stand das Regiment bei dem Corps am Inn und kam später in die Ober-Pfalz; 1744 nahm das Regiment an der Einnahme von Lauterburg theil und rückte dann in der Haupt-Armee nach Böhmen. 1745 bei dem Corps in Schlesien, betheiligten sich Abtheilungen an der Ueberrumpelung von Kosel und dem Gefechte bei Neustadt; im Herbste erlitt das zumeist auf Cordon und Vorposten an der Grenze verwendete Regiment durch einen Ueberfall der Preussen bei Hultschin einige Verluste. 1746 rückte das Regiment auf den Kriegs-Schauplatz nach Ober-Italien, wo es in der Schlacht bei Rottofreno kämpfte, im weiteren Verlaufe der Campagne aber nicht mehr in Action trat. 1756 stand das Regiment bei dem Corps in Mähren; 1757 in der Armee des FM. Daun, in welcher es mit Auszeichnung bei Kolin kämpfte. Regiments-Commandant Oberst Graf O’Donell wurde in Anerkennung der vorzüglichen Haltung des Regiments aussertourlich zum General, ebenso Oberstlieutenant Graf Pompeati zum Oberst befördert. Das Regiment betlieiligte sich in diesem Jahre noch an dem Treffen bei Görlitz, den Schlachten bei Breslau und Leuthen, sowie an den späteren Gefechten bei Breslau. 1758 stand das Regiment im Corps de Ville in Schlesien, Cernierung von Neisse. ' 1759 kam das Regiment, zuerst in der Haupt-Armee, später im Corps Loudon stehend, nicht in das Feuer. • Chevauxlegers-Regiment. 1760 nahm dasselbe, in dem genannten Corps stehend, an dem Gefechte bei Töpliwoda, den Schlachten bei Landshut, wo es sich auszeichnete, dann jener bei Liegnitz theil. Dragoner-Regiment. 1761 in Schlesien, ohne Gefecht; 1762 an dem Treffen bei Peilau theilgenommen. Bettoni. 1778/79 stand das Regiment bei der Armee in Böhmen und zeichnete sich eine Division unter Oberstlieutenant Graf Auersperg in dem Gefecht bei Brüx aus. Chevauxlegers-Regiment. Lobkowitz. 1788 stand das Regiment anfänglich in Syrmien, später im Banate und betheiligten sich Abtheilungen desselben an dem Gefechte bei Bezanja, jenem vor Belgrad (Ausfall am 22. Juli), in welchem sich Rittmeister Graf Rottermund auszeichnete, dann an dem Rückzuge nach Karansebes. Major Peter Baron Bolza erhielt für Auszeichnung vor Belgrad 1790, mittlerweile zu Kaiser-Chevauxlegers transferiert, den MTO. 1789 war dasselbe bei der Belagerung von Belgrad verwendet und stand 1790 bei der Observations-Armee in Mähren. 1793 war die Oberstlieutenants-Division unter Marquis Sommariva auf dem Kriegs-Schauplatz in den Niederlanden und focht mit Auszeichnung bei Marchiennes, eine halbe Escadron auch bei Orchies. 23*

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