Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

— 204 — 1707 war dasselbe bei dem Zuge in die Provence und rückte 1708 im „Mosel-Corps” nach den Niederlanden, wo es bei der Belagerung von Lille verwendet wurde. 1709 nahm das Regiment an der Schlacht von Malplaquet ehrenvollen Antheil. Als Auszeichnung wurde demselben gestattet, hier eroberte Pauken führen und sich derselben auf Märschen bedienen zu dürfen. 1710 war das Regiment bei der Belagerung von Douay. 1717 stand es am Ober-Rhein, 1712 aber wieder in den Niederlanden, wo eine Abtheilung bei Denain im Gefechte stand. 1713 war das Regiment auf Postierung bei Mannheim. Württemberg. 1716 auf den Kriegs-Schauplatz nach Ungarn gerückt, kam das Regiment zur Belagerung von Temesvár und focht 1717 mit Auszeichnung bei Belgrad. Regiments-Commandant Obrist Waderborn durch Gehalts-Erhöhung belohnt. 1734 auf dem Kriegs-Schauplatz in Italien stehend, focht das Regiment mit Auszeichnung bei Parma, dann bei Quistello und erlitt bei Guastalla grosse Verluste. 1735 in Ober-Italien und Tyrol, ohne Gefecht. 1737 war das Regiment bei der Haupt-Armee eingetheilt und machte die Vorrückung gegen Nissa mit. Obristlieutenant Pfefferkorn brachte auf einem Streifzuge gegen Novi- bazar den Türken bei Kossowo empfindliche Verluste bei, fiel jedoch in dieser Action. 1738 stand das Regiment auf Postierung an der Save und kamen nur einzelne Abtheilungen bei dem Entsätze von Raca zur Action. 1739 focht es bei Grocka und Pancsova. 1741 auf den Kriegs-Schauplatz nach Schlesien gerückt, focht das Regi­ment mit Auszeichnung unter FML. Römer bei Mollwitz und kam später nach Böhmen. 1742 focht es bei Caslau, stand vorübergehend vor Prag und später zumeist im Erz-Gebirge detachiert. 1743 war es in der Ober-Pfalz und machte dann die Vorrückung an den Rhein, 1744 den Rückzug nach Böhmen und die Operationen in diesem Lande mit. 1745 nahm eine Escadron an dem Treffen bei Habelschwerdt, das Regi­ment an den Schlachten bei Hohenfriedberg und Soor theil. 1746 rückte das Begiment auf den Kriegs-Schauplatz nach den Nieder­landen ab, wo es, bei Rocour nicht engagiert, 1747 mit Auszeichnung bei Lawfeld focht. 1748 war es bei den zum Entsatz von Maastricht gesammelten Truppen. 1757 stand das Regiment in der Armee Daun’s und focht bei Kolin, wo es sich vmter Führung seines Obersten Joseph Grafen Saint-Ignon sehr auszeichnete, und wurde dieser 1758 mit dem MTU decoriert; ausser dem Genannten hatte sich in dieser Schlacht noch Hauptmann Philipp Graf Clary- Aldringen hervorgethan. Schwachen Standes wegen nur in vier Escadronen und eine Grenadier- Compagnie formiert, focht das Regiment noch bei Breslau und Leuthen. 1758 im Corps de Ville eingetheilt, zeichnete sich das Regiment in den Gefechten bei Predlitz, Wisternitz und Holitz aus. Ein Detachement von 200 Mann betheiligte sich im Corps Loudon an dem Ueberfalle bei Domstadtl. In der Schlacht bei Hochkirch kam das Regiment nicht zur Verwendung. 1759 war das Regiment anfänglich in der Haupt-Armee, kam später in das Corps Loudon und focht bei Kunersdorf, wo sich insbesondere die

Next

/
Oldalképek
Tartalom