Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)
Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15
— 205 — Grenadier-Compagnie unter Oberlieutenant Laurentius Grünbache r aus- zeicbnete. 1760 kam nur die Grenadier-Compagnie im Corps Loudon bei Landshut und Liegnitz in das Feuer; ebenso ein Detachement des auf Postierung in Böhmen verbliebenen Regiments hei Nieder-Mülsen. 1761 war das Regiment bei der Armee in Schlesien und nahm an der Belagerung von Schweidnitz theil. 1762 abermals in Schlesien stehend, nahmen Abtheilungen des Regiments an dem Gefechte bei Leuthmannsdorf theil. Die Grenadier-Compagnie nahm an der ruhmvollen Vertheidigung von Schweidnitz theil und erwarben sich deren Commandant. Hauptmann Graf Dominik Lodron, sowie Oberlieutenant Johann Gr affen den MTO. 1778 stand das Regiment mit 3 Divisionen auf dem Kriegs-Schauplatze in Mähren und erlitt bei dem Ueberfalle der Preussen auf die vorgeschobene Brigade Knebel bei Mladecka bedeutende Verluste. 1784 nahmen 2 Divisionen an der Unterdrückung des Aufstandes der Walachen in Siebenbürgen theil. 1788 war das Regiment mit 3 Divisionen im Corps Wartensleben im Banate; eine Escadron unter Major Festenberg warf eine bei Plosic übergangene türkische Abtheilung zurück; die Oberstlieutenants-Division deckte den Rückzug der bei Zupanek in Unordnung gerathenen Infanterie der Brigade Papilla und hielt die Verfolgung auf. Bei dem Rückzuge des Corps aus der Stellung von Lazu-Mare zeichneten sich Major Festenberg und Rittmeister Wodniansky aus. Letzterer wurde aussertourlich zum Major ernannt. 1789 war das Regiment in dem. Treffen bei Mehadia. 1790 nahm eine Division des in der Walachei stehenden Regiments an der Schlacht bei Kalafat theil, 2 Divisionen an den Gefechten bei Florentin. Oberstlieutenant Baron Festenberg und Major Baron Wodniansky wurden für wiederholte Auszeichnung in den abgelaufenen Feldzügen mit dem MTO. decoriert. Anlässlich der ersten Kriege gegen Frankreich verblieb das Regiment in seiner Friedens-Garnison und wurde erst 1797 zu dem in Inner-Oesterreich formierten Reserve-Corps gezogen, trat jedoch nicht mehr in Action. Dragoner-Regiment Nr. 8. 1799 aus Ungarn auf den Kriegs-Schauplatz in Italien gerückt, nahm eine Division an der Schlacht an der Trebbia theil; das Regiment (3 Divisionen) v^ar später bei den zur Deckung der Belagerungen von Piacenza, dann von Tortona verwendeten Truppen und bestand Anfangs September glückliche Gefechte bei Carrosio und Novi. Im weiteren Verlaufe des Feldzuges in der Haupt-Armee eingethfeilt, kämpfte das Regiment bei Fossano und Pinerolo, kam dann zur Belagerung von Cuneo und nahmen Abtheilungen desselben an dem Gefechte bei Beinette, der Schlacht bei Genola und den Kämpfen um Mondovi theil. 1800 stand das Regiment im Reserve-Corps Vukassovich an der Sesia und focht mit Auszeichnung bei Turbigo; eine der Haupt-Armee zugetheilte Escadron machte die Schlacht bei Marengo mit. In der Schlacht am. Mincio kam das Regiment nicht in das Feuer. Dragoner-Regiment Nr. 3. 1805 war das Regiment (8 Escadronen) ursprünglich auf dem Kriegsschauplatz in Italien eingetheilt, kam aber später zur Armee nach Deutschland, beziehungsweise zum Corps des Erzherzogs Johann in Tyrol. Die Oberst- lieutenants-Divison, vom Regimente abgetrennt, in Nord-Tyrol stehend, bewirkte unter Führung ihres Commandanten Ritter von Baumgarten unter schwierigen Verhältnissen ihren Rückzug und die Vereinigung mit dem Regimente.