Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

— 186 ­1709 nahm ein Detachement an dem Gefechte hei Belényes theil; das Regiment war später bei dem zur Verproviantierung von Grosswardein unter­nommenen Zuge (Gefecht bei Piispöky, Treffen am Királyhágó), endlich zwei Escadronen in dem Gefechte hei Sómkút. 1710 nur an unbedeutenden Streifungen theilgenommen. 1713 rückte das Regiment an den Rhein, trat aber nicht mehr in Action. 1716 focht das Regiment hei Peterwardein und kam dann zu der Be­lagerung von Temesvár. 1717 Belagerung von, Schlacht bei Belgrad. Regiments-Commandant Ohrist Beaufort für Auszeichnung in dieser durch Gehalts-Erhöhung belohnt. (Für Peterwardein hatte derselbe ein kaiserliches Dankbriefel erhalten.) Das Regiment rückte später im Corps Battée nach Serbien. 1718 wurde das Regiment nach Neapel überschifft, 1719 nach Sicilien (400 Mann in Neapel zurückgeblieben!. Es focht nun­mehr bei Francavilla und kam dann zu der Belagerung von Messina. Portugal. 1720 stand das Regiment auf West-Sicilien und machte die Vorrückung gegen Palermo mit. 1734 trat das Regiment in den Verband der Reichs-Armee, 1735 in jenen des Mosel-Corps, kam aber bei Clausen nicht zur Action; ein kleines Detachement betheiligte sich an dem Gefechte bei Schmidtberg. 1737 in der Haupt-Armee eingetheilt, machte das Regiment die Vor­rückung bis Nissa mit und kam dann zu der Belagerung von Widdin. Eine im Streifcorps Pfefferkorn gegen Novibazar detachierte Escadron unter Rittmeister Holly sich in einem Gefechte bei Kossovo, zwei unter Obristwachtmeister Freiherrn von Zedtlitz dem Corps in der Walachei zuge- theilte Escadronen sich in jenem bei Krajova ausgezeichnet. 1738/39 stand das Regiment bei dem Corps in Siebenbürgen, ohne in Action zu treten. 1741 rückte das Regiment vorerst nach Wien und erhielt dann seine Eintheilung in das Corps Khevenhüller in Ober-Oesterreich. 1742 war es bei der Einnahme von Linz (ohne in das Feuer zu kommen), jener von Reichenhall, dem Gefechte von Plattling (Detachement) und rückte dann nach Böhmen. 1743 stand das Regiment in der Ober-Pfalz, machte dann die Vorrückung an den Rhein mit, kam aber schliesslich wieder nach Bayern (Corps Batthyányi). 1744 an den Operationen in Böhmen (Gefecht bei Beraun) theil­genommen. 1745 wieder in Bayern verwendet, war das Regiment in dem Gefechte bei Pfaffenhofen (wenig engagiert) und machte später die Operationen am Main, beziehungsweise Rhein, mit. 1746 auf den Kriegs-Schauplatz in Italien gerückt, zeichnete sich die Carabinier-Compagnie unter Rittmeister Baron Riedesel bei Gualtieri aus; das Regiment focht bei Piacenza, wo Lieutenant Lombard sich besonders hervorthat. 1747 und Anfangs 1748 stand das Regiment am Ticino. 1756 war das Regiment im Corps Piccolomini in Böhmen. 1757 focht es mit Auszeichnung, aber bedeutenden Verlusten bei Kolin. Eine Escadron nahm an dem Zuge Hadik’s nach Berlin theil. 1758 nahm das Regiment an dem Ueberfalle auf Hochkirch theil. 1759 stand es im Corps De Ville in Schlesien und kam nur die Carabinier- Compagnie bei Maxen in das Gefecht. 1760 focht das Regiment unter Oberst Bosfort mit Auszeichnung bei Kunzendorf und Torgau, wo der Commandant der Carabinier-Compagnie, Rittmeister Wolf Graf Auersperg, sich besonders hervorgethan.

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