Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)
Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15
- 187 — 1761 in Schlesien, ohne Gefecht; nur die Carabinier-Compaguie an einem solchen bei Strachwitz theilgenommen. 1762 gleichfalls in Schlesien stehend, kam das Regiment auch in diesem Jahre nicht zur Action. Berlichingen. 1778/79 bei der Armee in Böhmen, ohne Gefecht. Dragoner-Regiment. Toscana. 1788 hatte das Regiment seme Eintheilung in der Haupt- Armee: die Oberst- und Oberstlieutenants-Division nahmen an der Belagerung von Sabac, die Majors-Division an dem Gefechte bei Sémiin theil. Ein Zug unter Rittmeister Joseph von Egger bestand bei Orlovát ein glänzendes. Gefecht gegen eine nahezu zehnfache Uebermacht; das Regiment endlich an dem Gefechte am Bezanja-Damme theilgenommen, in welchem Rittmeister Ignaz von Eggermann sich auszeichnete. 1789 Belagerung von Belgrad. 1792 in das Corps Hohenlohe eingetheilt, erlitt ein Detachement bei der Yertheidigung von Speyer grosse Verluste, kleinere Abtheilungen bestanden Vorposten-Gefechte bei Saarburg (Wavern). Rittmeister von Egger einen gelungenen Ueberfall auf Schoden ausgeführt. 1793 standen die Oberst- und Majors-Division bei der Belagerung von Mainz (Gefechte bei Marienborn und Weissenau)l), später, sowie die Oberstlieutenants-Division, bei Trier. Kleinere Detachements betheiligten sich hier an den Gefechten bei Rippach, Eisweiler, Merzkirchen. 1794 standen zwei Divisionen bei Saarlouis, die Oberstlieutenants-Division im Luxemburgischen und bestanden Abtheilungen derselben nur eine Reihe von kleineren Gefechten, von welchen jene bei Remich. Mondorf und Sandweiler die bedeutendsten waren. Oberlieutenant Schwandner sich durch einen Ueberfall auf Bastogne ausgezeichnet. 1795 nahm die Oberstlieutenants-Division an der Vertheidigung von Luxemburg (Ausfalls-Gefecht am 8. März) ehrenvollen Antheil und rückte in Folge Capitulation in die Erblande ab. Oberstlieutenant Carl Graf de La Motte und Rittmeister Frossard wiederholt belobt. Die beiden anderen Divisionen standen am Ober-Rhein, ohne in das Gefecht zu kommen. Erzherzog Johann. 1796 stand das Regiment (zwei Divisionen) im Corps Latour; die Majors-Division focht bei Sandweyer und Rastatt (Kuppenheim), das Regiment bei Malsch, erstere erneuert bei Esslingen. Auf dem weiteren Rückzuge kämpfte das Regiment bei Geisenfeid, später, bei der erneuerten Offensive, bei Steinhausen und Biberach und rückte dann zur Belagerung von Kehl. Die reorganisierte (ausgewechselte) Oberstlieutenants-Division war im Juli nach Vorarlberg gerückt und zeichnete sich Rittmeister Loy bei dem Angriff der Franzosen auf Bregenz besonders aus und nahm diese Division noch an dem Gefechte bei Lauterach theil. 1797 haben die vor Kehl gestandenen Divisionen in dem Gefechte bei Ivillstedt und Diersheim-Honau sich gut gehalten. Von der Oberstlieutenants- Division focht eine Escadron, zur Armee in Italien gezogen, auf dem Rückzüge derselben bei Tarvis; die andere verblieb unter Oberstlieutenant Degelmann bei dem Corps in Tyrol und nahm an den Gefechten bei Kollmann- Klausen und Kiens ehrenvollen Antheil. Rittmeister Matthias Loy erhielt für wiederholte Auszeichnung in diesen Feldzügen nachträglich 1801 den MTO.: ferner wurde Oberlieutenant Joseph von Schuster für besondere Auszeichnung bei Tarvis gleichfalls mit dem MTO. decorjert. Dragoner-Regiment Nr. 3. 1799 anfänglich in Nord-Tyrol stehend, machte die Oberstlieutenants- 2. Escadron unter Rittmeister Sturm, der Brigade Loudon zugetheilt, die ') An diesen nur kleine Detachements betheiligt.