Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

185 — Schlacht von Wien theil; dann an dem Treffen hei Párkány. Dem Lieutenant Johann Harder, welcher sich hier besonders auszeichnete, wurde der Ritt­meister-Titel verliehen. Ebenso zeichnete sich der Regiments-Inhaber, welcher in der Schlacht bei Wien das Contingent seines Herzogthums commandierte, besonders aus. 1684 betheiligte sich das Regiment an einem Gefechte bei Gran und stand dann bei der Belagerung von Ofen (Treffen bei Hanzsabék). 1685 war das Regiment bei der Belagerung von Neuhäusel und focht später bei Gran; im Spätherbste rückte es nach Ober-Ungarn, 1686 im Corps Scherffenberg nach Siebenbürgen, wo es die Gefechte bei St. Benedek und Hermannstadt mitmachte, später aber wieder nach Ungarn, zur zweiten Belagerung von Ofen und nahm endlich an dem Treffen und der Einnahme von Szegedin theil. 1687 in der Haupt-Armee eingetheilt, focht das Regiment bei Essegg und am Berge Harsány und machte den Zug der ersteren nach Sieben­bürgen mit. Obristlieutenant Noirquermes für besondere Auszeichnung zum Obristen und Inhaber eines Cürassier-Regiments ernannt. 1688 war das Regiment bei der Belagerung von Belgrad. 1689 machte das Regiment die Operationen in Bosnien mit dem Gefechte bei Tuschiava, den Schlachten bei Batocina und Nissa mit. Doria. 1690 erlitt es in dem unglücklichen Treffen bei Tohány be­deutende Verluste (der Obrist-Inhaber gerieth in Gefangenschaft) und focht später bei Gyula. 1691 war das Regiment in der Schlacht bei Szlankamen, dann bei der Belagerung von Grosswardein. Gronsfeld. 1692 erneuert vor Grosswardein verwendet, dann bei dem zur Erhaltung der Verbindung mit Siebenbürgen an der Maros postierten Corps (Einnahme von Gyula). 1698 war das Regiment bei dem Corps in Ober-Ungarn, Einnahme von Boros-Jenö, später vor Belgrad und stand 1694 wieder an der Maros. 1695 wurde es in die Haupt-Armee eingetheilt, in welcher es 1696 bei Olasch kämpfte. 1697 war das Regiment bei der Belagerung von Bihac, nahm später an dem Treffen bei Titel und der Schlacht bei Zenta theil; Regiments-Inhaber FML. Graf Gronsfeld wurde mit einem kaiserlichen Dankschreiben aus­gezeichnet und machte derselbe später freiwillig den Zug nach Bosnien unter dem Prinzen Eugen von Savoyen mit1). 1698 war das Regiment bei dem Streifzuge gegen Temesvár und der Besetzung von Arad. 1702 zur Armee im Reiche bestimmt, stand das Regiment vor Landau. 1703 waren zwei Escadronen im Corps Styrum und nahmen an den Gefechten an der Vils (bei Ennhofen u. A.) theil, die übrigen Abtheilungen standen in der Haupt-Armee. 1704 Schlacht am Schellenberg, dann Belagerung von Ingolstadt; ein kleines Detachement die Operationen in Nord-Tyrol (Bayern) unter Obrist He in dl mitgemacht. 1705 auf den Kriegs-Schauplatz nach Ungarn verlegt, wo ein Detachement unter Obristlieutenant • Baron Gl oben an der Einnahme der Schanzen bei Paks, das Regiment an dem Treffen bei Bibersburg und der Schlacht bei Sibó theilnahm und dann nach Siebenbürgen abrückte. 1706 Gefecht bei Alsó-Szilvás, dann Vorrückung nach Ungarn (Corps Rabutin), vergebliche Belagerung von Kaschau. 1707 rückte das Regiment wieder nach Siebenbürgen; die im Corps Tige dort eingetheilten Escadronen bei Klausenburg, Székely-Kocsárd, Boitza und Mühlenbach gefochten. 1708 nahm das Regiment an dem Gefechte bei Karika theil. *) *) Hiebei auch ein Detachement von etwa 200 Mann des Regiments.

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