Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 11. (Neue Folge, 1899)

Hauptmann Oscar Criste: Beiträge zur Geschichte des Rastatter Gesandten-Mordes 1799 - Die Aussagen des französischen Gesandtschafts-Personals und die ersten Gerüchte über den Ueberfall

Die Aussagen des französischen (iesandtschafts-Persouales und die ersten (Gerüchte über den Ueberfall1). Der hervorragendste Zeuge in dem blutigen Ereigniss vom 28. April ist zweifellos der den Mörderhänden entkommene Gesandte Jean Debry; seinen Aussagen2) muss umso grösseres Gewicht beigelegt werden, als sie die Grundlage bilden, auf welcher zum Theil die Aussagen des übrigen Gefolges der Gesandtschaft, dann aber auch jene Daten beruhen, die das, nächst der Aussage Debry’s bedeutendste Document über den Vorfall enthält, der »Gemeinschaftliche Bericht der Gesandtschaften deutscher Höfe, welche sich von Rastatt am 29. April nach Karlsruhe begaben, um dort diese Acte zu verfassen«. Dieser Bericht, Anfangs als Manuscript an die Höfe der betreffenden Gesandten, an Erzherzog Carl und an den Markgrafen von Baden geschickt, wurde bald darauf unter dem Titel »Authentischer Bericht von dem an der franzö­sischen Friedensgesandtschaft bei ihrer Rückreise von dem Congress in der Nähe von Rastatt verübten Meuchelmord« *) *) Der Plan IL und III. zu beachten. 2) Von Debry liegen zwei Aussagen vor (Abgedruckt in Häberlin’s »Staats-Archiv«. VII. Band. 1802), die eine in dem am 12. fioréal (1. Mai) an den Minister des Aeussern, Talleyrand, gerichteten Bericht (Lettre au citoyen Talleyrand), die zweite in dem umständlicheren, am 17. Hordái (6. Mai) publicierten Bericht: »Naive Adele du forfait commis á Rastatt, d’aprés les ordres de l’Autriche, par le regiment de hussards autrichiens dit de Szeklers, eontre la légation francaise au congrés de paix, le 9 floréal an VII de la Republique ; dicté par Jean Debry, l’un des ministres plénipotentiaires. le 17 floréal au VII.«

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