Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 11. (Neue Folge, 1899)
Hauptmann Oscar Criste: Beiträge zur Geschichte des Rastatter Gesandten-Mordes 1799 - Anlagen
436 Criste. Anlage III. Baron Eyben an die Congress-Mitglieder. P. M. »Da mehrere der zu Rastatt gewesenen Herren Gesandten und bevollmächtigten Minister, wie auch Abgeordnete verschiedener deutscher Reichsfürsten und Stände mich mit dem Auftrag beehrt haben, ein von ihnen verfasstes und unter- zeichnetes Schreiben, die umständliche Darstellung der Begebenheiten enthaltend, die sich bei Gelegenheit der Ermordung zweier zu Rastatt gewesenen französischen Minister zugetragen haben, Seiner königlichen Hoheit dem Herrn Erzherzog Carl, Kaiser! Reichs-General-Feldmarschall und com- mandierenden General en chef der kais. Reichs- und kais. königl. Armeen, unterthänigst zu Füssen zu legen, so halte ich es für meine Pflicht, diesen sämmtlichen bevollmächtigten Herren Ministern und Abgeordneten hiedurch ganz gehorsamst anzuzeigen, wie ich mich beflissen, ihren Wünschen gemäss, mich dieses Auftrages zu entledigen. Vorzüglich schmeichelhaft würde es mir sein, könnte ich hoffen, die Zufriedenheit der Höchst- und hochzuehrenden bevollmächtigten Herren Minister und Abgeordneten mir erworben zu haben.« »Nachdem mir das Schreiben, nebst anliegender Darstellung an Seine königl. Hoheit den Herrn Erzherzog übergeben war, trat ich meine Reise von Karlsruhe den 2. d. M. Nachmittags 4 Uhr an und kam den 4. Nachmittags gegen 2 Uhr im Hauptquartier Seiner königl. Hoheit zu Stockaeh an. Ich liess mich sogleich bei dem Herrn Oberstlieutenant und General-Adjutanten von Delmotte melden und zugleich bitten, mir die gnädigste Erlaubniss zu.verschaffen, mich Seiner königlichen Hoheit unterthänigst zu Füssen legen' zu dürfen. Ich ward gegen 3 Uhr bestellt und sogleich von dem Herrn Oberstlieutenant von Delmotte Seiner königlichen Hoheit dem Herrn Erzherzog vorgestellt.« »Ihre königliche Hoheit geruhten, so wie Höchst Sie das Begleitungsschreiben angesehen und erfahren hatten, was die Ursache meiner Gegenwart war, mir zu sagen, dass Höchst Sie schon die Befehle gegeben hätten, den Herrn Obersten