Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 2. (1898)
Aufgelöste Fuss-Truppen - I. Infanterie-Regimenter (Regimenter zu Fuss)
- 238 Regiments-Comm an dan ten. 1725 Chanclos, Leves Graf de, Obrist. 1730 Rumigny-Peyssant, Jakob Graf, Obrist. 1748 D’Ursel, Herzog, Obrist. 1748 Winterfeld, Carl Marquis, Obrist. 1752 B o ur n o n vi 11 e, Max Graf, 0brist. 1760 De Ligne, Carl Prinz, Oberst. 1764 D ’Arb erg, Nikolaus Graf, Oberst. 1773 Ruttant, Johann Graf, Oberst. 1784 Dam, Victor Graf, Oberst. 1787 Württemberg, Ferdinand Herzog von, Oberst. 1787 Bleck hem, Franz Freiherr von, Oberst. 1790 Du Jardin, Heinrich, Oberst. 1790 Vinchant de Gontreuil, Carl Graf, Oberst. 1796 Rousseau d’Heriamont, Franz, Oberst. 1800 Clauwetz de Briant, Carl Graf, Oberst. 1805 Reinhardt, Ferdinand von, Oberst. 1809 Piret de Bihain, Ludwig Freiherr, Oberst. 1809 Lompret, Emanuel de, Oberst. Vor dem Feinde gefallene höhere Offleiere. 1757 Obristlieutenant de la Marliére in der Schlacht bei Leuthen f. 1790 Regiments-Commandant Oberst Bleckhem in dem Gefechte bei Andenne f. 1790 Major Carl Chevalier de Tancréde in dem Gefechte hei Falmagne -j\ 1799 Major Eggmüller bei Täufers tödtlich verwundet, gestorben. Feldzüge. Claude de Ligne. 1733—1735 stand das Regiment im Luxemburgischen, ohne an einer Action theilzunehmen. 1743 das Leib-Bataillon in der pragmatischen Armee bei Dettingen sich ausgezeichnet. 1744—1745 in den Niederlanden (Luxemburg), ohne Gefecht. 1746 ein Bataillon und die Grenadiere in der Vertheidigung von Mons sich wacker gehalten, in Folge Capitulation kriegsgefangen; Lieutenant de la Marliére das Fort Saint-Pierre standhaft vertbeidigt. 1747 zwei Bataillone bei Lawfeld (nicht in das Feuer gekommen). 1756 das Leib-Bataillon und die Grenadiere auf den Kriegs-Schauplatz in Böhmen gerückt und fochten diese Abtheilungen 1757 bei Kolin und Görlitz, wo sich insbesondere die Grenadiere unter den beiden Hauptleuten de la Marliére und Prinz de Ligne (Letzterer ausser- tourlich befördert) auszeichneten; dann bei Breslau und Leuthen. Ein Bataillon unter Obristlieutenant Baron Spittael auf dem Kriegs-Schauplatz am Nieder- Rhein, Schlacht bei Hastenbeek, trat 1758 in den Verband der Reichs-Armee, wo es sich bei der Belagerung von Pirna und der Feste Sonnenstein auszeichnete. Die anderen Abtheilungen sich bei Hochkirch sehr gut gehalten1). 1759 das nunmehr vereinigte Regiment (das dritte Bataillon in Luxemburg verblieben) bei Maxen gefochten. 1760 rückte das zweite (Oberst-)Bataillon wieder nach den Niederlanden ab und nahmen die anderen Abtheilungen an dem Zuge nach Berlin theil (bei Torgau nicht in das Feuer gekommen). 1761 in der Haupt-Armee, ohne Gefecht. 1762 das erste Bataillon bei Burkersdorf gefochten, ein Detachement unter Oberstlieutenant Hörger in der Vertheidigung von Schweidnitz. Hauptmann Graf Ruttant erwarb sich den MTO., ausser demselben noch Hauptmann Baron Hayden und Oberlieutenant Dirix sich hervorgethan. B „Die Regimenter Ligne, Browne und Esterházy, welche die Avantgárd e der ersten und dritten Colonne bildeten, so auch die Grenadiere haben ausnehmende P rohen ihrer Tapferkeit abgelegt” (Gefechts-Relation).