Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 504 — 1876 Töply von Hohenvest, Franz. Oberst. 1877 Motusz de Alsó-Easztoka, Ladislaus, Oberstlieutenant. 1879 Ko dar, Ernst, Oberstlieute- nant—Oberst. 1881 Cordier von Löwenhaupt, Otto, Oberstlieutenant. Vor dem Feinde gefallene höhere Officiere. Feldzüge. Erzherzog Joseph. 1799 kaum einige Wochen nach seiner Aufstellung zur operierenden Armee gezogen, zeichnete sich das Oberst-Bataillon unter Major Baron Dumoulin durch Vertreibung der Franzosen aus Susa aus. Die Grenadiere (Bataillon de Ligne) bei Dronero und Mondovi gefochten. belobt. 1800 im Corps Keim in Piemont eingetheilt, zeichneten sich drei Com­pagnien bei Erstürmung der Verschanzungen am Mont-Cenis aus. Major Albert de Best mit sechs Compagnien den Feind bei Graviere zurückgeworfen, bei Césanne von Uebermacht angegriffen, sich standhaft gehalten. Das Regi­ment, welches sich bei Vertheidigung der Stellung von Susa ausgezeichnet, jedoch 500 Mann an Gefangenen verloren hatte, focht sodann bei Marengo; später stand dasselbe theils in Mantua, theils am Po (Ferrara). Die Grenadiere waren aus dem Bataillons-Verbande ausgeschieden, in diesem Jahre beim Regimente verblieben. 1801 nahm das Regiment an den Rückzugs-Gefechten bei Soave (Monte­bello), Montecchio-Maggiore und Vicenza ehrenvollen Antheil, hier die Grenadiere sich hervorgethan; endlich noch an der Brenta. Unter den Ausgezeichneten des Regiments wurden genannt: Regiments-Commandant Oberst Soudain, Major Albert de Best, Hauptmann Caspar Strauch und Oberlieutenant von Flettenfeld; endlich Oberstlieutenant, Commandant eines Grenadier-Bataillons. Ludwig Prinz de Ligne, welcher für Auszeichnung bei Hohenlinden ausser- tourlich zum Obersten befördert wurde. 1805 bei der Armee in Italien eingetheilt, focht das Regiment bei Caldiero, wo nur das Grenadier-Bataillon unter Major Gyurkovich Gelegenheit fand, sich auszuzeichnen. Baillet. 1809 im 7. Corps (Erzherzog Ferdinand) eingetheilt, kam das Regiment (1., 2. und 3. Bataillon) bei Raszyn nicht in das Feuer, zeichnete sich durch standhafte Vertheidigung des Brückenkopfes bei Gora aus, gerieth aber, von allen Verbin düngen abgeschnitten, nachdem drei Stürme abgeschlagen wurden, über ein Drittheil der Mannschaft bereits todt oder verwundet war, schliesslich in Kriegsgefangenschaft. Vier Compagnien, welche an dieser Action nicht betheiligt waren, fochten vor Sandomierz. Die Grenadiere (Bataillon Scovaud) bei der Armee in Deutschland, bei Landshut den Rückzug mit Standhaftigkeit gedeckt, bei Aspern durch Wieder­eroberung von Esslingen (22. Mai) sich ausgezeichnet; dann bei Wagram und Znaym brav gefochten. Bei Gora Regiments-Commandant Oberst Czerwinka durch guteFührung und persönliche Bravour sich ausgezeichnet; Oberstlieutenant Heinrich Scovaud de la Bastide, Commandant eines Gi-enadier-Bataillons, erhielt für Auszeichnung bei Landshut und Aspern den MTO. Bianchi. 1813 bei der Armee in Inner-Oesterreich eingetheilt, nahm das 1. Bataillon an dem Gefechte bei Tarvis (Bartolo-Graben) ehrenvollen An­theil, das Regiment an der Einnahme von Feltre; ein Detachement bei Pederobba und Santa Mama, zwei Compagnien bei Rezzonico gefochten; endlich das 1. und 2. Bataillon bei Bassano und wurde dem Regiment für seine bis­herigen Leistungen in diesem Feldzuge die Allerhöchste Zufriedenheit aus­gesprochen. Dasselbe focht ferner bei Caldiero - San Martino mit erneuerter Auszeichnung.

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