Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 10. (Neue Folge, 1898)
Hauptmann Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls und General-Lieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli - III. Miscellen
24ß Veltzé: Der schriftliche Nachlasa des Feldmarschalls Vorverhandlungen wurden im Jahre 1677 eingeleitet und erliegen die Briefe des damaligen Vorstehers der Akademie, Johann Michael Fehr, Dr. Phil, und Med., ord. Physicus in Schweinfurt und kais. Stadtvogt, Monteeuccoli’s Antwort,1) sowie das Verleihungsdiplom, in der Leopoldin ischen Akademie der Naturforscher in Halle a. d. Saale. (K. Kr. A.) Das Diplom trägt lediglich die Jahreszahl 1678; es ist aber jedenfalls erst nach dem 22. März zu setzen, da Montecuccoli im Gegensätze zu den vorjährigen Schreiben bereits als Fürst bezeichnet erscheint; ein Lobgedicht aut den neuen Protector in lateinischer Sprache, in welcher auch alles Uebrige abgefässt ist, bildet den Schluss. Im ersten Briefe des Vorstehers wird die Entstehungsgeschichte der Akademie klargelegt, doch ist damit und der Thatsache selbst, der Werth dieser Blätter erschöpft. Auch über seine Einnahmen und Ausgaben, sowie seinen Besitz hat Montecuccoli genau Buch geführt; es sind zahlreiche derartige Aufzeichnungen erhalten,* 2) von denen jedoch hier nur einige herausgegriffen werden mögen. So ist ein Inventar der italienischen Besitzungen überhaupt und des Schlosses Montecuccolo insbesondere interessant, welches aus dem Jahre 1643 stammt, da er als Commandant der mode- nesischen Truppen dortselbst weilte und das jedenfalls auf seine Initiative zurückzuführen ist; dann eine Liste der werthvollen Sachen, die in der „im Gewölbe postierten eisernen Kasse“ enthalten sind, de dato 31. März 1675, revidiert und ergänzt 26- Febr. 1677. Wir finden darin erwähnt: Christinen’s (von Schweden) Bild in Diamanten,3) ein Diamantring, Geschenk des Herzogs von Neuburg (1677), das Goldene Vliess etc.; daneben ist auch sein Testament erwähnt, verfasst am 22. März 1675, dann ein kaiserliches Handschreiben, 8. März 1675, in welchem ihm ein Geschenk von 100.000 fl., der Fürstentitel und der Uebergang seines Regiments auf seinen Sohn versprochen wird, endlich ein kaiserliches Decret, Linz, 8. Januar 1677, über die Verleihung der Kämmererwürde an seinen *) Abgedruckt Campori Anhang XVI., siebe p. 529 ff. 2) Kr. A„ Mém. XXVIII. 273. 3) Gehörte zum Fideicommiss.