Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 10. (Neue Folge, 1898)

Hauptmann Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls und General-Lieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli - I. Militärische Schriften

und Generallieutenants Baimund Fürsten Montecuccoli. 207 5. Die Donau von Wien bis Griech.-Weissenburg (Belgrad). 6. Mohács. 7. Esseg. 8. Temesvár. Eine Abschrift des zweiten Buches ist durch eine Donation des Generalmajors Sardagna 1842 in den Besitz des Kriegs-Archivs gelangt; diese ist in Pergament gebunden, von einer Hand, ver- muthlich eine jener vielen, Ende des 17. Jahrhunderts entstandenen Handschriften dieses zwar schon vielgekannten, aber zum ersten- male erst 1704 im Druck erschienenen Werkes. In der k. und k. Hof-Bibliothek befinden sich zwei Hand­schriften des vollständigen Werkes und eine der ersten zwei Bücher. Die letztere ist eine französische Uebersetzung, die beiden Bücher in einem Quartbande vereinigt, und beansprucht weniger Interesse. Die eine der vorerwähnten Handschriften vereinigt die drei Bücher in einem Foliobande1); der Einband steifer Carton, der Buchrücken sowie die Ecken Pergament, stammt jedenfalls erst aus späterer Zeit. Die Schrift, durchwegs von einer Hand, ist ausnehmend schön, man könnte sie fast als Bücherschrift bezeichnen und weist auf das Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts hin; die Seiten sind beiderseitig und halbbrüchig beschrieben, auch pa­giniert. Diese Copie weist aber viele Fehler, hauptsächlich solche auf, die darauf scliliessen lassen, dass der Copist der italienischen Sprache nur sehr unvollkommen mächtig war und muss daher als nicht zuverlässig bezeichnet werden. Auf dem zweiten Umschlagblatt ist ein Octavblatt aufge­klebt, welches von anderer Hand, aber scheinbar aus derselben Zeit, Folgendes enthält: „Memorie del general Principe di Montecuccoli, che rinfer- mano l’instruzione dei generali e ufficiali di guerra, per ben maneggiare un’ Armata, assediare e diffendere citta, fortezze etc. particolannente le massime politiche, stratagemmi, pratticati da lui nelle guerre d’Ungheria, d’Italia, contro gli Svedesi in Germania, *) Aus einem Kanzleivermerk auf der Innenseite des Einbandes ist zu er­sehen, dass diese Handschrift erst im Jahre 1842 durch Kauf von einem Antiquar Kuppitsch in den Besitz der Hof-Bibliothek gelangte.

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