Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

0 S a c ken. Stellung vorzugehen und so zu constatiereu, ob von Seite der Preussen Widerstand geleistet würde. Um 7 Uhr Abends nach Brückenau zurückgekehrt, fand Legeditsch die Meldung der Brigade Zobel: „Die preussischen Truppen haben sich zurück­gezogen und die Orte Schleid und Motzlar geräumt. Auf Wunsch des Fürsten Taxis wird der Brigade Zobel der Auftrag ertheilt, das 3. Jäger-Bataillon und 2 Züge Windischgrätz-Chevauxlegers nach Tann und Hilters vorzuschieben. Im Uebrigen wurde, im Sinne der vom Grafen Thun ertheilten Weisungen, auf eine Mit­wirkung der k. k. Truppen bei der Vorrückung der Bundes- Truppen gegen die preussische Stellung nicht reflectiert. Schon am 2. December Abends verkündete der Telegraph der Welt die Nachricht: „Die in Olmütz zwischen Herrn von Manteuffel und Fürst Schwarzenberg verabredeten Punctationen haben die Sanction des Königs von Preussen erhalten. Der Friede ist gesichert.“ Diesem entsprachen auch die mili­tärischen Ereignisse. Major Meisrimmel berichtete am 4. aus dem Hauptquartiere des G. d. C. Fürst Taxis in Hünefeld: „Nach einer nochmaligen Weigerung des GL. Graf v. d. Grüben, die Etapenstrasse zu öffnen und darauf erfolgten Vor­rückung der Bundes-Truppen bis Rhina (halben Weges zwischen Hünefeld und Hersfeld), fand nach Uebereinkommen der beider­seitigen Corps-Commandanten eine Unterredung des k. bayerischen Obersten Hagen mit dem k. preussischen Major im Generalstabe von Voigt-Rhetz statt, zufolge welcher von preussischer Seite die Besetzung der Orte südlich der Etapenstrasse, sowie einiger auf solcher situierten Puncte durch bayerische Truppen zugestanden und somit der in den Olmützer Punctationen enthaltenen Forderung Genüge geleistet wurde.“ Am 5. December rückte die Avantgarde des Bundes-Corps unter General v. Heilbronner auf der Strasse nach Ziegenhain vor und erreichte am 6. Abends diesen unweit der Bahn nach Cassel liegenden Ort. Von Seite des k. bayerischen Armee-Commandos langte folgendes Schreiben im Hauptquartier Legeditsch's ein:

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