Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

Dag österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditseh. 69 Fürsten Taxis, worin demselben die getroffenen Verfügungen mit- getheilt werden. „Die Division wird am 10. November Morgens aufbrechen und derart vorrücken, dass die Brigade Zobel am 12. mit der Avantgarde in Gersfeld, mit dem Gros in Bischoffs- beim stehen wird.“ „Die Brigade Signorini gelangt am 13. mit 2 Bataillonen bis Brückenau, mit 2 Bataillonen und der 12pfiindigen Batterie bis Kissingen, ein Bataillon und die 6 pfundige Batterie bis Hammel­burg, endlich ein Bataillon bis Poppenhausen.“ „Die Cavallerie, welcher nach ihrem erst am 10. und 11. erfolgenden Eintreffen in der Gegend von Bamberg nothwendiger Weise ein Rasttag gewährt werden muss, trifft erst am 15. mit je einer Division in Neustadt, Königshofen, Münnerstadt und Schweinfurth ein.“ „Das Corps-Hauptquartier wird am 11. nach Schweinfurth, am 13. nach Kissingen verlegt werden.“ Für die Passage des ressourcenarmen Rhön-Gebirges waren bezüglich der Verpflegung der Truppen besondere Verfügungen nothwendig und wurde namentlich der Bedarf an Fourage mitgeführt. Der rückkehrende Courier Major Prinz Solms brachte ein Schreiben des Fürsten Taxis, worin derselbe seine hohe Befriedi­gung über die Mitwirkung der k. k. Truppen bei den weiteren Bewegungen aussprach, jedoch bemerkte, dass letztere in den nächsten Tagen nur wenig Fortschritte machen würden, da die vom GL. v. d. Grüben zugesicherte Rückbewegung der preussischen Truppen gegen Ilersfeld abzuwarten sei. Fürst Taxis habe daher die Vorrückung seines Corps erst für den 14. festgesetzt. Er forderte FML. v. Legeditsch auf, diese Bewegung durch Vor­schieben von Avantgarden über Hilders, gegen Gotthard und Morles, ferner über Tann gegen Buttlar zu unterstützen. Da jedoch bei letzterem Marsche das grossherzoglich weimar’sclie Gebiet verletzt worden wäre und dies zu neuen politischen Reibungen führen konnte, so wurde dieser Antrag abgelehnt. Nachdem es sich erwies, dass der schriftliche Verkehr in dieser Angelegenheit zu umständlich, und zeitraubend gewesen wäre, beauftragte FML. v. Legeditsch seinen Generalstabs-Chet / C c

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