Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

Oberlieutenant Criste: Der Beitritt Oesterreichs zur Coalition im Jahre 1813

224 Criste. 3 Jäger-Bataillone k 4 Comp. — 1950 M. 3 Grenz- „ a 6 „ = 3240 „ 4 Grenadier-Bataillone = 3121 „ 12 Füsilier-Linien-Bataillone od. 6 deutsche Reg. h 2 Bat. = 14070 „ 18 leichte Escadronen oder 3 Regimenter ä 6 Escadronen = 2751 „ 2751 Pferde, 16 schwere Escadronen oder 4 Kiirassier-Reg. h 4 Esc. = 2608 „ 2608 „ zus. 22 Bataillone, 34 Escadronen = 27740 M., 5359 Pferde. Für dieses Corps wurden 9 Batterien mit 62 Geschützen zur Ausrüstung' angetragen. Um endlich den mobilen Truppen die Möglichkeit zu bieten, den sich ergebenden Abgang zu decken, sollten bei der Infanterie die dritten Bataillone, bei den Jägern die dritten Divisionen, sowie auch bei der Cavallerie die dritten und resp. vierten Divisionen, welche zur Completierung der mobilen Escadronen eingetheilt werden, gleich jetzt auf den Friedensfuss formiert werden mit dem Bemerken, dass, wenn die mobilen Truppen gegen den Feind bestimmt werden sollten, diese rückwärtigen Abtheilungen, wie jene des Auxiliar-Corps unverzüglich auf den Kriegsfuss gesetzt werden müssten. *) Der Aufstellung dieser Kräfte stellten sich nun fast unüber­windliche Schwierigkeiten entgegen, da es an allen und jeden Monturs- und Rüstungsvorräthen fehlte. Die Yorräthe der Armee waren gänzlich erschöpft, die Arsenale und Magazine enthielten kaum das unumgänglich Nothwendige für den Bedarf des an und für sich geringen Standes der Truppenkörper. Aus allen Waffen­fabriken hatte man seit 1809 die Arbeiter entlassen und in Folge dessen waren weder neue Waffen erzeugt, noch die reparaturs­bedürftigen in brauchbaren Stand gesetzt worden. Immerhin war gerade kein fühlbarer Mangel an Waffen, man konnte sogar deren an Preussen überlassen; desto trauriger sah es aber mit den Monturssorten, der Beschuhung und der Nachschaffung von Pferden aus. !) Kriegs-Archiv. Gr 1—69/14.

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