Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)
FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851
136 8a eken. Stellung befehligten Truppen se'ze und ich verlasse mich fest darauf, dass Eure Excellenz auch fernerhin jede Compromittierung unserer braven Truppen zu vermeiden und alle erforderlichen Massregeln zu ergreifen wissen werden, um die Erhaltung der Ruhe und die Achtung vor den kaiserlichen Waffen unter allen Umständen sicherzustellen. Der hamburgische Senat war hinreichend gewarnt und Eure Excellenz haben sehr wohl daran getlian, den gegen die Besetzung der Vorstadt St. Pauli von demselben eingelegten, ebenso unzeitigen, als unbegründeten Protest nicht zu beachten. Es wird anzurathen sein, dass Eure Excellenz jede unmittelbare Correspondenz mit dem Senate, dem über die von uns zu nehmenden militärischen Rücksichten kein Urtheil zusteht, so weit thunlich vermeiden, indem es die Sache des kaiserlichen Gesandten ist und er angewiesen werden wird, in Erwiderung auf jenen Protest an den Senat die Erklärungen zu richten, zu welchen uns die Lage der Sache berechtigt und die über die Nutzlosigkeit seiner Einwendungen keinen Zweifel lassen werden. Es ist mir erwünscht gewesen, aus dem von Euer Excellenz mitgetheillen Auditoriats-Berichte authentische und zur Aufklärung des Publicums geeignete Einzelnheiten über den ganzen Hergang entnehmen zu können, die ich daher auch dem öffentlichen Urtheile nicht vorenthalten habe. Noch erwähne ich, dass der kaiserliche Gesandte in Berlin mir ein an Euer Excellenz am 11. d. M. gerichtetes Schreiben in Abschrift mitgetheilt hat, welches ich, wie sich aus Vorstehendem ergiebt, nur ganz als den Ausdruck meiner eigenen Ansicht au- zuerkennen vermag.“ Weiters traf auch, etwas verspätet, dieses Antwortschreiben des FML. Freiherrn v. Prokesch auf den ursprünglichen Bericht über die Affaire in St. Pauli ein: FML. Freiherr v. Prokesch an FML. von Legeditseh. Berlin, den 11. Juni 1851. „Soeben von einem Ausfluge nach Rügen und Stralsund zurückgekehrt, finde ich Euer Excellenz gefällige Zuschriften von gestern und vorgestern. *>