Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement (1892)

Kriegs-Chronik Oesterreich-Ungarns. Militärischer Führer auf den Kriegsschauplätzen der Monarchie. III. Theil. Der südöstliche Kriegsschauplatz in den Ländern der ungarischen Krone, in Dalmatien und Bosnien - Der Krieg gegen Frankreich und Sardinien 1859

498 Der Krieg* gegen Frankreich und Sardinien 1859. Der Krieg gegen Frankreich und Sardinien 1859. Quellen: Der Krieg1 in Italien 1859. Bearbeitet durch das k. k. Generalstabs- Bureau für Kriegsgeschichte. Wien 1876. 3. Band. Während des Krieges, der seinen Hauptschauplatz in Piemont und der Lombardié hatte, wurden umfassende Vorbereitungen ge­troffen, um das Küstengebiet der Monarchie gegen Bedrohungen durch feindliche Kriegsschiffe und Landungsversuche zu sichern. Das Hauptaugenmerk ward hiebei auf die Küste Venetiens und auf Istrien gerichtet, während die Vertheidigungs-Massregeln in Dal­matien und an der Küste des Quarnero verliältnissmässig unzu­reichend und bedeutungslos blieben. Die an der Strasse Fiume-Karlstadt befindliche Position von Jellenie ward durch Erdwerke gesichert und die Strasse mit Ver­hauen gesperrt, welche Arbeiten in der Zeit vom 29. Mai bis 30. Juni stattfanden. GM. Medl drängte seit Mitte Mai auf die Armirung der beiden Strand-Batterien Sant Ambrogio und Maria Art, erhielt aber vom Armee-Commando, dem es an Geschützen mangelte, keine Erledigung. Erst Ende Juni trafen von Triest sieben schwere Geschütze ein, von welchen vier in der Batterie Sant Ambrogio, drei in der Batterie Maria Art zur Aufstellung gelangten. Zur Sicherung des Passes über das Velebit Gebirge wurden bei Vratnik an der Strasse Zengg-Karlstadt zwei grössere und eine kleinere Batterie erbaut und am 9. Juni beendet. GM. Medl ward bestimmt, mit seiner in Zutaloque stehenden Brigade die Stellung am Vratnik zu vertheidigen. Die Feldverschanzungen am Jezerana im Capella-Gebirge erhielten am 26. Juni 14 Geschütze zur nothdürftigen Armirung. Noch bevor die Kiistenvertheidigung definitiv geregelt und die wenigen hiezu bestimmten Truppen vollständig ausgerüstet waren, erschienen, am 6. Juli 1859, um 5 Uhr Nachmittags zwei französische Kriegsdampfer vor Fiume. Schon am 25. Juni war der französische Admiral Bouöt-Willaumez mit seiner aus 1 Linien­schiff, 4 Fregatten, 2 grossen Dreimastern, 8 Briggs, 6 grossen schwimmenden Batterien, 3 Dampfern und 4 gemietheten britischen Schiffen bestehenden Escadre in Antivari vor Anker gegangen. Die französischen Fregatten Pomone (mit dem Vice-Admiral Clavaud

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